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Die roten Drachen und das Dach der Welt
Die roten Drachen und das Dach der Welt
© dejavu filmverleih

Zum Video: Die roten Drachen und das Dach der Welt (OmU)

Die roten Drachen und das Dach der Welt (2008)

Dokumentarfilm über Tibet, im offiziellen Rahmenprogramm der Tibet Initiative zum Dalai Lama Besuch 2008User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.2 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 5 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Leuchtend goldene Dächer. Über der Altstadt von Lhasa geht die Sonne auf und hüllt den Potala Palast in zartes Licht. Unzählige Tibeter kommen von überall her, um die heiligen Tempelanlagen zu besuchen. Sie werfen sich nieder und drehen dabei ihre Gebetsmühlen. Mitten im Pilgerstrom sitzt ein Mönch in weinroter Robe und rezitiert heilige Schriften. Es sind die Klischees vom „Dach der Welt“, zu denen natürlich auch majestätische Schneeberge gehören. Ein kleiner Junge in gelbem Gewand, der als wichtige Wiedergeburt entdeckt wurde, gehört ebenso dazu wie die Nomaden, die wie eh und je ihren Herden hinterher ziehen.All diese Bilder zeigt der Dokumentarfilm Die roten Drachen und das Dach der Welt auch. Er bettet sie ein, zeigt sie als das, was sie sind: Facetten aus dem tibetischen Alltag. Und der ist weit weniger bunt und erhebend als die mystifizierenden Vorstellungen des Westens von friedliebenden buddhistischen Mönchen und Pilgern in farbenfrohen Trachten, die sich lächelnd, betend und meditierend unter der chinesischen Besatzung behaupten.
Der Film beschreibt das Aufeinandertreffen zweier Welten, Kulturen und Geisteshaltungen. Die Filmemacher zeichnen ein Porträt Tibets, das den Alltag in einem mehr und mehr von Chinesen dominierten Land zeigt. Neben vielen (meist jungen) Tibetern kommen auch Chinesen zu Wort, wodurch das Dilemma, in dem Tibet sich derzeit befindet, deutlich wird. Mit der Fertigstellung der neuen Bahnlinie nach Lhasa schreitet die „Kolonialisierung“ Zentraltibets unaufhaltsam voran. Im Schatten dieser Entwicklungen bleibt vielen Tibetern nur noch die Flucht über den Himalaya und damit ein ungewolltes, oft unwürdiges und entfremdetes Leben im Exil. Doch ein Flüchtlingsdrama überschattet selbst diese allerletzte Option....

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Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Dokumentation
Länge: 80 Minuten
Kinostart: 01.05.2008
Regie: Marco Keller
Verleih: dejavu filmverleih

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