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Sankt Pauli! Rausgehen – Warmmachen – Weghauen (2008)

Hafen, Kiez, Schanzen- und Karoviertel, der Bau der Südtribüne und der Aufstieg des FC St. Pauli in die 2. Bundesliga bilden den Rahmen für die Geschichte rund um den bekanntesten Stadtteil HamburgsUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 4.4 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 49 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Im Film „Sankt Pauli! Rausgehen – Warmmachen – Weghauen“ geht es um den Kampf einer Mannschaft um den Aufstieg, den Kampf um ein neues Stadion und um den Kampf eines Roger Hasenbein, der Vorsitzender des Fanclubsprecherrats ist und der auf der Straße als Streetworker gegen Sucht, Armut und Kriminalität kämpft.

In erster Linie porträtiert der Film jedoch einen Verein, der nicht nur in Deutschland einzigartig sein dürfte. Die Kamera ist immer dabei, ob in der Umkleidekabine, beim Training, kurz vor dem Spiel oder bei Besprechungen des Trainers Holger Stanislawski über das alles entscheidende Spiel in der Saison 2006/2007 gegen Dynamo Dresden. Der Film fängt eine ganz besondere Zeit und ganz besondere Ereignisse ein: Den Beschluss des Baus eines neuen Stadions. Der legendäre Präsident des Vereins, Corny Littmann, in erster Linie bekannt durch sein Schmidt Theater auf der Reeperbahn, scheut bei Pressekonferenzen weder Witze über seine Homosexualität noch ist er zimperlich mit scharfen Kommentaren. Die Dokumentation ist ein Portrait über die großen und auch die vermeintlich kleinen Leute des Vereins und des Stadtteils.

So z.B. Ur-St.-Paulianer Bubu, seit 22 Jahren beim Verein Zeugwart, der auch schon mal einen Spieler aus der Umkleidekabine komplimentiert, weil diese ja kein Aufenthaltsraum ist. Raubeinig und liebenswert sind die Protagonisten und stehen, jeder einzelne, mit vollster Überzeugung zu ihrem FC St. Pauli. Die Geschichten sind eben so einzigartig und besonders, wie der Verein selbst. Sven Brux, der heute Veranstaltungsorganisator und Chef für Presseakkreditierungen beim Verein ist, kam 1989 als Punk und Praktikant und blieb – bis auf die 70-80 Nächte im Jahr, in denen er seiner zweiten großen Leidenschaft nachgeht, dem Karpfen angeln.

Und natürlich wird der Kiez beschrieben, mit dem und um den alle leben. Sei es eines der bekanntesten Hamburger Lokale, die Ritze, das bei einer Führung für die neuen Spieler genauso wenig fehlen darf, wie das traditionelle Sightseeing – oder einfach die Begegnungen auf der Straße mit Türstehern, die in keinem fiktiven Film besser dargestellt werden könnten. Der Film dokumentiert die Anders- und Einzigartigkeit dieser Stadt und den nach außen hin rebellischsten Verein der Liga. Der Film macht Lust auf Hamburg, aber vor allem weckt er den Mut, anders zu sein. Leben und leben lassen, mit vollem Herzblut bei einer Sache zu sein und an sein Ding zu glauben, egal was kommt, das vermittelt der Film.

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SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.SANKT PAULI! – RAUSGEHEN. WARMMACHEN. WEGHAUEN.

Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2008
Genre: Dokumentation
Länge: 90 Minuten
FSK: 6
Kinostart: 07.08.2008
Regie: Joachim Bornemann
Darsteller: Klaus-Peter Bubke, Sven Brux, Holger Stanislawski
Verleih: Zorro Film

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Der Verein

Seit seiner Gründung im Jahr 1910 ist der FC St. Pauli auf dem Heiligengeistfeld beheimatet und entwickelte schnell eine tiefe Verbindung [...mehr] zu dem wohl berühmtesten Stadtteil Deutschlands und seinen Bewohnern. Eine erste sportliche Blüte gab es, als sich 1948 die legendäre „Wunderelf“ bis ins Halbfinale der deutschen Meisterschaft spielte. 1977 gelang erstmals der Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga, endete aber direkt mit dem Wiederabstieg.

Parallel zum Wandel des Stadtteils, der immer mehr Studenten, Punks und Künstler anzog, gruppierte sich Mitte der 80er Jahre eine alternative Fanszene am Millerntor und hisste erstmals die Piratenflagge im Stadion. Fortan diente der Totenkopf als Verkörperung der rebellischen und kämpferischen Grundhaltung des Vereins und seiner Fans. Diese Einstellung wurde mit dem erneuten Aufstieg des Vereins in die 1. Bundesliga 1988 zu einem vielbeschworenen Mythos. Der friedliche und sportliche Umgang mit dem
sportlichen Widersacher stand aber stets im Vordergrund. Der FC St. Pauli war der erste Fußballverein, dessen Stadionordnung rechtsnationale Tendenzen von vornherein ausschloss.

Für eine Saison (2001) wieder in der 1. Bundesliga, stieg der FC St. Pauli ungebremst in die Regionalliga Nord ab, wo er vier Jahre verbringen mussten. Doch die Unterstützung der Fans war ungebrochen und so feierte der Verein 2007 den nicht mehr für möglich gehaltenen Aufstieg in die 2. Bundesliga. „Stani“ (Holger Stanislawski), selbst einst in der Mannschaft der „Weltpokalsiegerbesieger“, brachte mit seinem Trainerteam um André Trulsen am 25.05.2007 mit einem 2:2 gegen Dynamo Dresden die Kiezkicker wieder
„back from hell“ zurück in den bezahlten Fußball.

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