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Five Sex Rooms und eine Küche
Five Sex Rooms und eine Küche
© GM Films

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Five Sex Rooms und eine Küche (2007)

Doku über ein von Frauen betriebenes BordellUser-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3.6 / 5

Filmsterne von 1 bis 5 dürfen vergeben werden, wobei 1 die schlechteste und 5 die beste mögliche Bewertung ist. Es haben insgesamt 12 Besucher eine Bewertung abgegeben.


Prostitution ist Teil unserer sozialen Realität. Heimlich geduldet, verurteilt, mit Gewalt und Menschenhandel assoziiert oder in Randbezirke und in so genannte Rotlichtmilieus verdrängt. Die Heimlichkeit regt aber auch zu Phantasien anderer Sexualität an.Mutige Freunde erzählen zuweilen von ihren Erfahrungen im Bordell. Für Frauen bleibt der Zutritt verwehrt, es sei denn, sie arbeiten dort.
Prostitution ist ein Spezialberuf mit vielen Facetten und Formen (vom Straßenstrich bis zum teuren Escortservice). Daß er viele, die in dem Beruf arbeiten auch zum Nachdenken anregt, erfüllt und glücklich macht, ist kaum vorstellbar.

"Five Sex Rooms und eine Küche" holt die Prostitution auf den Boden der Tatsachen zurück. Der Film gibt Einblicke in den Alltag eines von Frauen geführten Wohnungsbordells.

Lady Tara, die kluge, reflektierte Domina ist die Betreiberin des Bordells. Drei weitere Frauen arbeiten mit ihr. Nadine, ist verliebt in einen Tunesier. Sie weiß, wie kompliziert ihre Lage ist. Das "Weiße Studio" ist ihre Domäne. Tina, ist eine erfahrene, liebevolle Prostituierte, deren Bereich das "Schwarze Studio" ist. Auf Cindy, die Anfängerin und auch die Jüngste im Bordell, sind die Kolleginnen zuweilen eifersüchtig.

Der Film ist eine Plattform für die Ansichten der Frauen. Zum Beispiel Lady Tara über sich selbst und die Gesellschaft: "Ich habe in meinem Leben so viel gevögelt. Das war schön in dem Moment, aber das war nichts Besonderes und da ist auch nichts Heiliges dabei. Das ist wie, wenn ich mit jemandem ein gutes Gespräch habe. Was soll an Muschi und Schwanz so heilig sein? … Warum kann man eine Prostituierte nicht lassen wie sie ist? Für Unglück oder Glück einer Hure ist nicht gleich der Staat verantwortlich. Viele Frauen sind in ihrer Ehe unglücklich, deswegen wird die Ehe auch nicht abgeschafft.

"Die Sex Rooms sind unterschiedlich ausgestattet, entsprechend den vielfältigen Bedürfnissen: der weiße (Medizin-)Raum, das schwarze (S/M) Studio, das griechische, das blaue und das gelbe Zimmer. In der Küche findet das Leben zwischen der Arbeit statt: warten, lesen, schminken, telefonieren, schwatzen und kochen. Die stöckelnden High Heels im Flur verbinden die Küche mit den Räumen, hier vermischen sich die Geräusche: die Waschmaschine, das Klappern der Töpfe, das Radio, der Sex in den Zimmern, der Tratsch und das Herumalbern.

Farben und Bewegung bereichern die dokumentarische Realität des Films: Rot, Grün, Lila und Gelb verändern besonders den Flur zwischen den Räumen. High Heels tanzen in schreienden Farben und grellem Licht, sie verselbstständigen sich zu einem schnellen Ballett der Dominanz, der Künstlichkeit und des Vergnügens.

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Filminfos & CreditsAlles anzeigen

Land: Deutschland
Jahr: 2007
Genre: Dokumentation
Länge: 80 Minuten
FSK: 16
Kinostart: 28.08.2008
Regie: Eva C. Heldmann
Verleih: Gmfilms

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