Hektischer, knallbunter "James Bond für Kinder". Robert Rodriguez schickt zwei Kinder auf die Suche zur Befreiung ihrer entführten Agenteneltern. Der turbulente Spaß ist einer der Überraschungserfolge in den USA in diesem Jahr gewesen...
Inhalt
Carmen und Juni Cartez sind ganz gewöhnliche Kinder in einer scheinbar normalen Familie. Doch sie wissen nicht, dass ihre Eltern zu den besten Geheimagenten der Welt gehören, bis diese plötzlich spurlos verschwinden. Nach jahrelanger Dienstpause hatten sie den Auftrag, die Ursache des Verschwindens ihrer früheren Kollegen herauszufinden, wurden aber ebenfalls entführt.
Carmen und Juni machen sich auf die Suche nach ihren Eltern. Mit Hilfe von geheimen Spezialwaffen kommen sie dem verrückten Genie Fegan Floop auf die Spur, der alle Agenten in Gummifiguren verwandelt hat und die Weltherrschaft plant.
Die Spy Kids werden plötzlich selbst zu Agenten und versuchen, Floop zu besiegen, um ihre Eltern, viele andere Agenten und auch die Welt zu retten...
Auf die Filme von Robert Rodriguez trifft am
ehesten der Ausdruck Achterbahnfahrt zu.
Ohne besinnliche Momente als Ruhepausen
für Figuren und Publikum fegen sie mit
Höchstgeschwindigkeit über die Leinwand,
um das reine Vergnügen eines Rauschs zu
erzeugen. In einen solchen Sog zieht "Spy
Kids" die beiden Kinder zweier
Ex-Geheimagenten, welche noch einmal
einen letzten Auftrag angenommen hatten.
Während des gefährlichen Unternehmens
werden die Eltern von einem wahnsinnigen
Bösewicht entführt, so dass die Sprösslinge
als pfiffige Nachwuchsspione die Sache
selber in die Hand nehmen müssen. Es geht
um die Rettung der Welt, welche der finstere
Entführer mit Hilfe von 500 bärenstarken
Roboter-Kindern unter seine Herrschaft
bringen will.
Vordergründig treibt Rodriguez sein rasantes
Spiel mit dem Spionagegenre, indem er die
Versatzstücke zu einem phantasievollen
Cocktail zusammenmixt. Da gibt es stilvolle
Unterwassersequenzen, die man aus der
James-Bond-Serie kennt, oder Parodien auf
die berühmten Gadgets, wie
Elektroschock-Kaugummis. Danny Elfmans
Musik untermalt das Geschehen mehr als
einmal mit Hommagen an das Bond-
beziehungsweise Mission
Impossible-Thema. Da Rodriguez aber der
Familie ausgesprochen positiv gegenüber
steht, hat er nicht nur einen Film für die ganze
Familie gedreht, sondern thematisiert sie
auch. Die Atmosphäre entspricht einer
märchenhaft-kindlichen Vorstellung der
Agentenwelt, die von nur aus Daumen
bestehenden Fabelwesen, einem
verwunschen wirkenden Schloss und
Ähnlichem bevölkert wird. Hier kämpfen die
Kinder gegen die quietschbunten Dämonen
der elterlichen Berufsrealität, um einerseits
erwachsener zu werden, und andererseits
durch die gemeinsame Bewältigung des
reinigenden Abenteuers zu einer stärkeren
Familie zusammenzuwachsen.