News
KinoClipsDVDSpecialSpieleProgramm
los
Die Spielfilm.de-Community! Hier registrieren TV-Programm

Ghetto

Userwertung 7/10
Drama über das Ghetto von Vilna: 1941. Kittel, der deutsche Kommandant, ist so von der jüdischen Sängerin Haya beeindruckt, dass er sie singen lässt, statt sie zu töten. Wegen ihr befiehlt er auch, das alte Theater wieder zu eröffnen
Ghetto- Stardust Filmverleih GmbHGens Heino Ferch und Kittel Sebastian Hülk machen ein Geschäft- Stardust Filmverleih GmbHGens Heino Ferch - Stardust Filmverleih GmbHHaya Erika Marozsan - Stardust Filmverleih GmbHGhetto- Stardust Filmverleih GmbHGhetto- Stardust Filmverleih GmbH
Inhalt
  • 1941. Litauen ist besetzt. Die Juden von Vilna leben im Ghetto.
    Im Ghetto gibt es ein altes Theater, in dem jetzt Kleider sortiert werden. Kittel (Sebastian Hülk), der 22jährige, unberechenbare deutsche Kommandant des Ghettos, entdeckt dort eine Gruppe fremder Juden. Sie sind am Ende einer mehrtägigen Flucht durch die Kanalisation, knapp einem Exekutionskommando entkommen. Unter ihnen ist die schöne Sängerin Haya (Erika Marozsán). Kittel entdeckt bei Haya einen Sack gestohlener Bohnen. Statt sie sofort zu erschießen, läßt er sie singen - und ist von ihrer Stimme so betört, dass er den Juden befiehlt, das Theater wieder zu eröffnen und als Buße für den Diebstahl Theaterstücke aufzuführen.

    Die Juden sind nicht glücklich über die Idee eines Theaters im Ghetto, besonders Kruk (Alvydas Slepikas), der Bibliothekar, ist empört. Aber Gens (Heino Ferch), der Chef der jüdischen Polizei die für Ordnung im Lager sorgen muss, hält die Idee für gut. Je mehr Juden offiziell beschäftigt sind, desto mehr haben eine Arbeitserlaubnis und werden nicht abgeschoben in Todeslager.
    Bald verbindet Haya eine Liebe mit Srulik (Andrius Zebrauskas), dem Bauchredner. Er hat die künstlerische Leitung des Theaters inne und bringt mit seiner menschlichen Puppe Lina (Margarita Ziemelyté) immer wieder Kittel zum Lachen, um ihn so an gedankenloser Gewaltanwendung zu hindern.
    Gleichzeitig entwickelt der Jude Weiskopf den Plan, deutsche Frontuniformen im Ghetto zu reparieren, um den langen Weg zur Reparatur nach Berlin abzukürzen. Kittel gibt ihm die Erlaubnis dafür, und so sind hundert weitere Ghettobewohner durch eine Arbeitserlaubnis gerettet.

    Die erste Aufführung des Ghetto-Theaters ist eine Parodie von Kittel. Kittel zieht zwar die Pistole, ist aber doch wieder amüsiert genug, um das Spiel mitzuspielen und die Schauspieler nur zu erschrecken. In einer der nächsten Aufführungen singt der Kinderchor des Ghettos ein herzzerreißendes Lied. Das erinnert Kittel an eine neue Order: Es gibt zu viele Judenkinder. Jede Familie im Ghetto darf nur zwei Kinder behalten, alle weiteren läßt Kittel noch in der selben Nacht deportieren.
    Nachdem er diesen schrecklichen Befehl für Kittel ausführen mußte, will Gens sich erschießen. Mit Mühe hält ihn eine Frau davon ab: Gens ist zwar der Handlanger des Bösen, aber er versucht doch immer zu retten, was zu retten ist.

    Das Kriegsglück der Deutschen wendet sich. Die Wehrmacht kann Stalingrad nicht einnehmen. Die russische Armee rückt vor. Die Nazis bereiten in den besetzten Gebieten die Endlösung vor. Kittel erhält Befehl, alle Juden des Ghettos zu töten. Gens handelt mit Kittel, und versucht, wenigstens einen Teil der jüdischen Bevölkerung vor dem Tod zu bewahren. Kittel lässt sich überreden, nur diejenigen zu erschießen, die über 70 sind. Damit sind viele andere gerettet - aber Gens ist wieder verzweifelt und wird auch von seinen Landsleuten allmählich verachtet.
    Währenddessen bedrängt Kittel immer wieder Haya. Er ist kopflos in sie verliebt, gegen jedes deutsche Gesetz. Haya spielt das Spiel manchmal mit, um ihre Freunde zu schützen, beschließt letztlich aber doch, durch die Kanalisation zu flüchten und sich den Untergrundkämpfern anzuschließen. Srulik hingegen bleibt im Ghetto.

    Die Rote Armee, die Befreier, nähern sich dem Ghetto. Kittel weiß, dass er bald auf der Flucht sein wird. In einer Mischung aus Panik und Euphorie ruft er die ganze Schauspielertruppe auf der Bühne zusammen. Er braucht keine Zeugen seiner Grausamkeit, aber andererseits können diese Schauspieler ihm vielleicht später weiterhelfen. Er verlangt einen letzten Auftritt von ihnen...

Credits

Clips, Trailer und Audio




Facebook

Userkommentare
8martin vom 07.10.2010
Joshua Sobol ist bekannt für provokante Theaterstücke. Hier wurde eins seiner berühmtesten von Audrius Juzenas verfilmt. Es spielt Ende des 2. Weltkrieges im von den Nazis besetzten Litauen. Aus der Crew der hervorragenden Schauspieler möchte ich nur Heino Ferch (Gens) und Erika Maroszan (Haya) nennen. Es ist letztlich eine Auseinandersetzung zwischen Kunst und Macht, zwischen Intelligenz und Brutalität. Das ganze Ausmaß der Tragik wird in der Figur des jüdischen Polizeichefs Gens fokussiert. Der wird unschuldig schuldig, auch wenn er das Leben von vielen Juden rettet. Durch das permanent latente Vorhandensein von Willkür und Gewalttätigkeit entsteht eine Spannung, deren Lösung am Ende fast schon erwartet wird. Filmisch werden hier allerdings leider wenig Highlights gesetzt. Man spürt die etwas steife Theaterinszenierung. Trotzdem sehenswert.

Dein Kommentar:Schreibe uns hier Deinen Kommentar. Vergiss nicht, Deinen Namen und den Bestätigungscode einzugeben. Nach dem Abschicken wird Dein Kommentar von der Redaktion geprüft und freigeschaltet. Wenn Du über die Freischaltung informiert werden möchtest, gib uns bitte Deine Emailadresse an.
Ich möchte Informationen über nachfolgende Beiträge zu diesem Thema erhalten .


Name
E-Mail
Bestätigungscode (neu laden)
Bestätigungscode
Kommentar
Video-Kommentar hochladen?
Beachte: Die Kommentare angemeldeter User werden deutlich schneller bearbeitet. Als "geprüftes Community Mitglied" werden Deine Kommentare sofort online gestellt. Jetzt anmelden!

Ghetto
Kinoprogramm
Kino in Deiner Nähe?
Ort
Umkreis
Angesehene Filme
Diese Funktion steht nur eingeloggten/registrierten Usern zur Verfügung.
Anzeige
Filme
Top 10 der am häufigsten
angezeigten Filme der
21. KW 2013
1. Platz
<
>

Service:  Werbung | Sitemap | Links | Newsletter | RSS-Feed | Mobile | Mobile-Trailer | Archiv | Impressum
Friends: Fan-Lexikon | Trailerseite | Community:  Facebook |  Twitter |  Google+ | Downloads: Bildschirmschoner