Verfilmung von Khaled Hosseinis Bestseller: Amir und Hassen sind enge Freunde und wachsen im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre auf. Doch dann verrät Amir seinen besten Freund. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert trennen sich ihre Wege - Amir zieht nach Kalifornien. Nach 20 Jahren kehrt er schließlich nach Afghanistan zurück, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten
Inhalt
Die Drachen am Himmel Afghanistans markieren Erinnerungen an die Vergangenheit. Die Geschichte beginnt im friedlichen Kabul der frühen 70er Jahre und mit den beiden unzertrennlichen Freunden Amir und Hassan. Doch dann lässt Amir seinen Freund in einer schweren Notlage im Stich, was den Beginn vom Ende ihrer Freundschaft bedeutet. Als die russische Armee in Afghanistan einmarschiert, trennen sich die Wege der beiden Kinder. Amir wächst in Amerika auf und Hassan in einem Land, das in Bürgerkriegen, Besetzung und in der Schreckensherrschaft der Taliban versinkt. Nach 20 Jahren in Amerika führt ein Telefonanruf Amir zurück in seine Heimat und er macht sich auf die gefährliche Reise durch eine fremde, zerrissene Welt, um Hassans Sohn aus den Händen der Taliban zu retten.
8martin vom 11.06.2011 Eine gelungene Literaturverfilmung, auch wenn die Leser des Romans viele Details vermissen. Das Filmskript musste offenbar raffen und das ist im Großen und Ganzen gelungen. Die Grundidee kommt eindrucksvoll rüber. Zwei Jugendfreunde (Amir und Hassan) erfahren, dass sie Stiefbrüder sind. Also eine afghanische Familiesaga vor dem Hintergrund wechselnder Besatzungsmächte, die eine Gesellschaft, die liberal und westlich orientiert war in die Steinzeit zurückkatapultieren. ?Die Mullahs wollen unsere Seelen kontrollieren und die Kommunisten sagen wir haben keine.? Doch der Stolz und die Ehre der Afghanen sowie die Liebe zu ihrer Heimat machen es den Besatzern schwer. Ungeachtet der jeweiligen politischen Verhältnisse vor Ort bleiben schmerzvolle Erfahrungen und jugendliche Beschuldigungen unvergessen und ungesühnt und ziehen den Zuschauer mit in den Strudel der Ereignisse, die zwischen der Heimat der Akteure und den USA hin und herpendeln. Erschreckend sind die Grausamkeiten der Taliban. Dagegen findet Amir tatsächlich eine kämpferische Lösung, die der Familienehre keinen Abbruch tut, den Zuschauer aber nicht ungerührt lässt. Ganz schön spannungsgeladenes Kino, das noch auf lange Zeit aktuell bleiben wird.
uganda vom 10.07.2009 Drachenläufer erzählt die Geschichte einer Freundschaft, die bereits in Kindeszeiten zerbricht. Im Folgenden reflektiert der Film mit seiner dreiteiligen Struktur die Stadien der Schuldbewältigung, und gewährt nebenbei auch noch tiefe Einblicke in die kulturellen Gepflogenheiten der Afghanen. All dies ist bei dem deutschen Regisseur Marc Forster in sicheren Händen. Für Freunde des ruhigeren Kinos ist Drachenläufer ein Pflichttermin.