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The Wild Blue Yonder

Userwertung 10/10
Teil des Festivals "ueber morgen": Werner Herzog erzählt die Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Zwischen verlorenen Aliens, im All treibenden Astronauten und Astrophysikern, die über interplanetarische Super-Highways spekulieren, entdeckt er die gefährdete Schönheit des Planeten Erde: Warum in ferne Galaxien streben, wenn es auf dem eigenen Planeten einiges zu tun gibt?
The Wild Blue Yonder Copyright Aktion Mensch 2005The Wild Blue Yonder Copyright Aktion Mensch 2005
Inhalt
  • Die Eroberung des Weltraums ist eine uramerikanische Fantasie. Als die ersten Siedler im Zuge der Eroberung des Westens an den Pazifik gelangten, blieb nur noch eine Himmelsrichtung übrig, die räumliche Expansion fortzuführen: der Weg nach oben. Die Frage, ob es im Weltall weiteres Leben gibt, womöglich sogar eine uns überlegene Spezies, fasziniert die Menschheit. Bemannte Raumfahrt, milliardenschwere NASA-Programme, aber auch Science-Fiction-Filme, die sich ein Leben im Weltall ausmalen, sind Ausdruck solcher Träume.
    Vor diesem Hintergrund erzählt „The Wild Blue Yonder“ die fiktive Geschichte zweier hoffnungsloser Begegnungen mit der jeweils anderen Art. Unbemerkt von den Menschen haben sich Außerirdische schon vor Jahrzehnten von ihrer sterbenden Heimat, einem Planeten namens „The Wild Blue Yonder“, auf die Erde geflüchtet. Doch viel Erfolg haben sie in der „neuen Welt“ nicht gehabt. Einer der letzten überlebenden Außerirdischen, dargestellt von Schauspieler Brad Dourif („Einer flog über das Kuckucksnest“, „Der Herr der Ringe“), berichtet von der Tragödie seiner Heimat und rekapituliert die gescheiterten Versuche der Aliens, auf der Erde Fuß zu fassen. Frustriert resümiert er: „Wir Außerirdischen sind Versager.“
    In einem zweiten Erzählstrang kreist ein irdisches Space-Shuttle hilflos um die Erde. Zurück von einer Mission zu eben jenem Planeten der Außerirdischen kann seine Besatzung nicht heimkehren, da die Erde in der Zwischenzeit unbewohnbar geworden ist. Den Grund dafür lässt der Film offen – waren es Kriege, unkontrollierbare Seuchen, Verstrahlung nach dem Verschwinden der Ozonschicht oder was immer sonst?
    ür die Astronauten jedenfalls gibt es weder ein Vorwärts noch ein Zurück – sie sind
    Gefangene im Raum. Als sie eine Drohne aussenden, um an den Rändern des Universums nach Leben zu forschen, erhalten sie ein ernüchterndes Ergebnis: Im bekannten Universum gibt es keine für Menschen bewohnbare Zone.
Credits



The Wild Blue Yonder Copyright Aktion Mensch 2005
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