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2 Tage New York

Userwertung 8/10

2 Days New York

US-Komödie -Julie Delpy's Fortsetzung zu ihrem  Film "2 Tage Paris": Seit Marion und ihr Freund Jack gemeinsam Paris besuchten, hat Marion einen Sohn bekommen, sich von Jack getrennt und schließlich in New York mit neuem Freund und dessen siebenjähriger Tochter als glückliche Patchwork-Familie gelebt. Das neue Glück wird allerdings durch den Besuch ihrer französischen Familie gehörig ins Wanken gebracht...
2 Tage New York - Marion Julie Delpy Mingus Chris Rock und Marions Vater Albert Delpy bei Marions Ausstellung Senator Film2 Tage New York - Noch gibt es ruhige Tage im Bett für Marion Julie Delpy und Mingus Chris Rock Senator Film2 Tage New York - Marion Julie Delpy freut sich auf ihre französische Familie Senator Film2 Tage New York - Mingus Chris Rock ist mit seinem Schwiegervater überfordert Senator Film2 Tage New York - Was für eine Familie Marion Julie Delpy mit ihrer Schwester Alexia Landeau und ihrem Vater Jeannot Albert Delpy Senator Film2 Tage New York - Mingus Chris Rock und Jeannot Albert Delpy lernen sich besser kennen Senator Film
Inhalt
  • Fünf Jahre sind vergangen seit Marion (Julie Delpy) mit ihrem amerikanischen Freund Jack (Adam Goldberg) ihre Eltern in Paris besuchte ("2 Tage in Paris"). In der Zwischenzeit haben sie einen Sohn (Owen Shipman) bekommen – und sich getrennt. Daher lebt Marion nun in New York mit Mingus (Chris Rock) zusammen, selbst Vater einer siebenjährigen Tochter (Talen Ruth Riley). Es läuft gut zwischen ihnen und sie genießen ihr Patchwork-Glück. Aber dann kündigt sich Besuch aus Frankreich an: Marions Vater Jeannot (Albert Delpy), ihre Schwester Rose (Alexia Landeau) und ihr Ex-Freund Manu (Alex Nahon) kommen für Marions Ausstellungseröffnung nach New York. Und dieser Besuch bringt Marions Beziehung mit Mingus ins Wanken.

    Sonja Hartl

Credits
Filmkritik
  • Gelungen knüpft die Fortsetzung von "2 Tage Paris" an die Handlung an: Die Ereignisse der Zwischenzeit werden von Handpuppen erzählt, mit denen Marion ihrem Sohn erklärt, was passiert ist. Dadurch erhält der Zuschauer einen amüsanten und schön zusammengefassten Überblick. Daneben gibt es weitere gute erzählerische Einfälle – wie beispielsweise einen Zusammenschnitt von Fotografien, der die Tour von Marions Familie durch New York schildert – und kleinere Anknüpfungspunkte an den ersten Teil. Dort war Daniel Brühl in einer kleinen Rolle als terroristische Fee Lukas zu sehen, nun ist er ein Baumbesetzer. Auch der Kater, der damals Anlass für den Besuch in Frankreich war, lebt noch, und selbst auf den Cunnilingus wird angespielt.

    Dennoch überzeugt "2 Tage in New York" weniger als "2 Tage Paris". Es erweist sich als atmosphärischer Nachteil, dass Marions Ex-Freund Manu mit nach New York reist. Seine Anwesenheit deutet einen Eifersuchtsaspekt an, der nicht weiter ausgeführt wird – zumal es im Kern auch eher um Marions Fluchtdrang geht. Darüber hinaus sind seine Eskapaden derart überzogen, dass es fast schon an Slapstick grenzt. Nach seiner Abreise wird die Mischung aus neurotischen und tragikomischen Momenten deutlich stimmiger. Darüber hinaus ist die Lücke, die Adam Goldberg hinterlässt, für Chris Rock etwas zu groß. Er agiert fast verhalten, dadurch fehlt den Auseinandersetzungen der Schwung und die Leidenschaft.

    Ohnehin steht in "2 Tage in New York" die Familie deutlich im Vordergrund. Sie weiß, welche Knöpfe sie drücken muss, um einen wahnsinnig zu machen – denn sie hat sie angebracht. Das beweist Julie Delpy abermals in ihrer Komödie. Sobald Marions Vater und ihre Schwester angekommen sind, gibt es Streitigkeiten: Rose flirtet ungeniert mit jedem Mann, Jeannot versteht alles falsch und Marion wird immer wütender. Hier überzeugt vor allem Rose als hinreißende nymphomanische Kinderpsychologin. Sie bringt viel anarchischen Charme in den Film, während Marions Vater Jeannot eher überpräsent ist. Daher wäre es schön gewesen, wenn Rose mehr Raum bekommen hätte. Denn so bleibt "2 Tage in New York" die überlaute Fortsetzung einer charmanten Independent-Komödie.

    Fazit: Insgesamt kommt "2 Tage in New York" nicht an den originellen Charme von "2 Tage Paris" heran, aber einige gelungene Einfälle und Gags sorgen für Unterhaltung.

    Sonja Hartl






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Userkommentare
filmfuzzy vom 27.05.2012
Sie ist Französin, lebt aber schon einige Zeit in Los Angeles. Ein Multitalent. Schauspielerin, Drehbuchautorin und Regisseurin. Name Juli Delpy. Nur ihr Talent als Schauspielerin zu zeigen ? ?HITLERJUNGE SALOMON?, 1990, ? HOMO FABER?, 1991, ?KILLING ZOE? 1994, ?BEFORE SUNSET? und ?BEFORE SUNRISE?. Aber nur das Spiel allein war ihr Zuwenig. Also drehte sie ihre erste Komödie ? ?2 Tage Paris? 2007.
Jetzt gibt es eine Fortsetzung ? ?2 Tage New York?. Ihre Heldin aus dem ersten Teil, Marion (Jului Delpy) lebt jetzt in New York. Der Film beginnt damit, dass Marion eine kurze Zusammenfassung der vorangegangenen Ereignisse gibt. Sie erklärt ihrem Kind ? und uns, dem Zuschauer ?, warum sie eine alleinerziehende Mutter mit einem kleinen Sohn ist und dass Großvater und Tante Rose zu Besuch kommen werden ? alles dargestellt mit Handpuppen.
Und damit hinein ins Chaos. Fotografin Marion wohnt jetzt mit Sohnemann im Big Apple und verliebt sich in Mingus (CHRIS ROCK), den alleinerziehenden Vater einer siebenjährigen Tochter. Ist er der Mann fürs Leben? Im Prinzip ja. Doch der Härtetest lässt nicht lange auf sich warten: Diesmal taucht Marions kauziger Vater (ALBERT DELPY) in New York auf ? mit ihrer neurotischen Schwester Rose (ALEXIA LANDEAU) und ihrem unerträglich aufdringlichen Ex-Freund Manu (ALEX NAHON) im Schlepptau.
Zwei Kulturen prallen aufeinander. Der Kulturschock zwischen arroganten Franzosen und pragmatischen Amis vollzieht sich nicht nur in sprachlichen Tücken, sondern eskaliert in skurrilen Marotten und Provokationen, die selbst das scheinbar feste Fundament in Mingus? und Marions Beziehung bröckeln lassen. Denn auch zwei hektisch kurze Tage bieten leider reichlich Gelegenheit, sich Wahrheiten an den Kopf zu werfen, die man und frau später bereuen?
Die Komödie läßt kein Thema aus - Sex und Politik, Religion und natürlich Familie. Dabei wird ab und zu ganz schön übertrieben und das nervt mit der Zeit. Hervorzuheben ist aber die Zweisprachkeit und damit hebt der Film sich von vielen Hollywoodklischees ab. Und wer noch niemals in New York war, bekommt im Film einer 30 Sekundencrashkurs angeboten über Big Apple.
91 Minuten ? es lebe die französich/amerikanische Freundschaft.
Ab 05. Juli 2012 im KINO.


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