Erwachsen werden ist schwer – besonders für den schüchternen Teenager Ben, denn er steht unter der Fuchtel seiner dominanten und sehr frommen Mutter. Als er jedoch die schrullige pensionierte Schauspielerin Evie kennen lernt, verändert sich sein Leben schlagartig. Völlig unkonventionell und leicht durchgeknallt nimmt sie ihn mit auf die Fahrt seines Lebens. Auf dem etwas unfreiwilligen Road Trip lernt er, das Steuer selbst in die Hand zu nehmen: im Auto, in der Disko und bei den Mädchen …
8martin vom 26.08.2012 Ben (Rupert Grint) wächst in einem sonderbaren Umfeld auf. Von den sich entfremdeten Eltern ist der Vater (Nicholas Farrell) Pfarrer und eigentlich Hobbyornithologe, die Mutter (Laura Linney) eine religiöse Fundamentalistin mit Hang zur Esoterik und ein Hausgast ist leicht debil. Da ist der 17 jährige Ben noch recht normal, nur unerfahren in den Dingen des Lebens. Er braucht Fahrstunden fürs Auto (Originaltitel!) und fürs Leben. Mit der exzentrischen alten Evie (Julie Walters) geht allerdings die schauspielerische Sonne in diesem Film erst richtig auf. Mit Witz und viel Schwung fegt sie durch die Szenen, bisweilen rotzfrech fluchend, aber auch zerbrechlich skurril. Ein Gegenpol zu Bens übertrieben religiösem Elternhaus. Beide Welten krachen bei einer Theateraufführung der Gemeinde mit einem pfiffigen Knalleffekt aufeinander. Der Gag passt! Vieles ist seltsam oder unglaublich, bisweilen weit weg vom Alltag. Die wunderschöne schottische Landschaft verleitet zum Träumen und die stillen Szenen zum Nachdenken über das Finden des eigenen Weges, über Freundschaft und den aufregenden Prozess des Erwachsenwerdens. Der Zuschauer wird gutgelaunt entlassen mit der bekanntesten Melodie Schottlands ?Auld Lang Syne?.