Französische Gesellschaftskomödie von Danièle Thompson mit Sch'tis-Star Dany Boon in
der Hauptrolle
Inhalt
Wer mit wem? Für immer und ewig oder doch nur für eine Nacht?
Ein
Dinner im Freundeskreis. Man macht sich schick, lacht, erzählt sich
Anekdoten, gibt an, teilt Erinnerungen und Pläne. Ängste werden mit
Witzen überspielt. Kummer und Schmerz gehen in Lachsalven unter. Und
für ein paar Stunden macht man sich vor, dazuzugehören. Wenn man die
richtigen Gesellschaftscodes kennt, die anderen Gäste - ihre
Herzlichkeit, Scheinheiligkeit und gute Laune - respektiert, stehen die
Chance gar nicht schlecht, dass es ein netter Abend wird. Allerdings
nur bis zum Heimweg, denn dann fallen die Masken schnell...
8martin vom 26.09.2011 Im Mittelpunkt steht das immer wiederkehrende jährliche Diner unter Freunden. Es sind vorwiegend Ärzte, Juristen, Künstler etc., die Generation 40 plus, beruflich erfolgreich, lange verheiratet. Man kennt sich und auch all die ?kleinen? Geheimnisse. Das Interesse wird geweckt, weil der Zuschauer mehr Details der Einzelnen kennt als die anderen. Man verfolgt Selbstgespräche, ehrliche und geheuchelte Wertschätzungen. Natürlich redet jeder über jeden, der nicht anwesend ist und wir sehen immer wieder Szenen, die die übrigen Freunde nicht kennen. Das ist so schwungvoll und mit soviel Esprit gemacht, dass man gar nicht merkt, dass es meistens Dialoge sind. Es liegt am flotten Drehbuch und an der überzeugenden Ensembleleistung. Herausragend, obwohl ein wenig im Abseits stehend, sei nur Pierre Arditi und Patrick Chesnais erwähnt. Wie sie zur Musik der Platters die Kuh fliegen lassen ist Emotion pur und überhaupt erste Sahne. Gegen Ende wird es dann vorübergehend etwas unübersichtlich. Man sieht nur und hört nichts. Der deutsche Titel spiegelt die Leichtigkeit der Situation, der des Originals bezieht sich streng genommen auf den geänderten Sicherheitscode zum Wohnkomplex der Gastgeber. Der gesellschaftliche Verhaltenskodex hat sich nämlich keineswegs geändert. Alles wie gehabt, aber gut gemacht.