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Der Gott des Gemetzels
Der Gott des Gemetzels
© 2011 Constantin Film Verleih GmbH

Im emotionalen Gemetzel: Jodie Foster und John C. Reilly

Er verbirgt sich hinter jeder noch so gepflegten Fassade gutbürgerlicher Kultiviertheit: Der Gott des Gemetzels. Zu dieser Einsicht jedenfalls kommen die Elternpaare Nancy und Alan Cowan und Penelope und Michael Longstreet, die zusammentreffen, um ganz in Ruhe eine Prügelei ihrer Söhne zu bereden. Doch was zunächst nach vorbildlicher Deeskalationsmaßnahme aussieht, endet schon bald in gegenseitigen Vorwürfen und wüsten Beschuldigungen. Und kaum ist "Der Gott des Gemetzels" entfesselt, wird erbittert gestritten, gebrüllt und geflucht.

Ebenso brisant wie die Story selbst ist die Besetzung: In Roman Polanskis Kinoadaption des gleichnamigen Theaterstücks von Yasmina Reza liefern sich 4 Oscar-Preisträger und -Nominierte gepfefferte Verbalschlachten und Handgreiflichkeiten. Wir stellen Ihnen heute zwei davon vor: Die Darsteller des Ehepaars Longstreet – Jodie Foster und John C. Reilly.

Jodie Foster (Penelope Longstreet)

Schon als Dreijährige posierte Jodie Foster vor der Kamera, damals in einem TV-Werbespot für Sonnencreme. Über diverse Fernsehrollen wie etwa in „The Addams Family“ und „Papermoon“ hangelte sie sich bis zu ihrer ersten Kinofilmrolle in einem Disney-Streifen vor. Doch erst die Rolle der minderjährigen Prostituierten Iris in Martin Scorseses „Taxi Driver“ machte sie berühmt. Es folgten zahlreiche Kinoerfolge, darunter auch „Das Schweigen der Lämmer“ an der Seite von Anthony Hopkins, ehe sie auch hinter die Kamera wechselte und als Regisseurin und Produzentin arbeitete. Doch der intelligente Hollywood-Star kann mehr vorweisen. Einen Abschluss mit Magna cum laude an der Elite-Uni Yale zum Beispiel. Die Rolle der Penelope Longstreet in „Der Gott des Gemetzels“ dürfte daher ganz nach dem Geschmack Jodie Fosters sein, die von sich selbst sagt: „Ich liebe nichts mehr als einen verbalen Schlagabtausch.“

John C. Reilly (Michael Longstreet)

Er gilt als Hollywoods Chamäleon, denn kaum ein anderer Schauspieler seiner Generation ist so wandelbar wie John C. Reilly. Ob als koksender Pornostar in Paul Andersons „Boogie Nights“, als desillusionierter Soldat in „Der schmale Grat“ oder als 40jähriger Kindskopf in „Die Stiefbrüder“ – Reilly überzeugt in jeder Filmrolle. Dabei begann seine Schauspielkarriere eigentlich auf der Bühne, wo er selbst schrieb, spielte und Regie führte. 2000 kehrte Reilly mit einer Hauptrolle in Sam Shepards Broadway-Inszenierung „True West“ zu seinen Theaterwurzeln zurück, 2002 sang er sich dann als gehörnter Ehemann in der Musical-Verfilmung „Chicago“ in die Herzen der Kritiker und wurde als „Bester Nebendarsteller“ für einen Oscar nominiert. In Polanskis Theaterverfilmung schlüpft er nun in die Rolle des Sanitärwaren-Vertreters Michael Longstreet und bringt die nötige Würze in das streitlustige Vierergespann.

In "Der Gott des Gemetzels" spielen die beiden Charakter-Darsteller neben Christoph Waltz und Kate Winslet. Regisseur Roman Polanski schafft es virtuos, aus seinen Stars absolute Bestleistungen herauszuholen und diese perfekt zu inszenieren. Überzeugen kann man sich davon ab dem 24. November – dann läuft "Der Gott des Gemetzels" in den deutschen Kinos an.






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