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Charlton Heston (1924-2008)

Wissenswertes

Geboren: ✹ 04. Oktober 1924 in Evanston, Illinois, USA
Gestorben: ✟ 05. April 2008 in Beverly Hills, Kalifornien, USA
Name: John Charles Carter
Größe: 191 cm
Augenfarbe: blau

Die Hauptrolle in "Ben Hur" wurde vor Heston Marlon Brando, Rock Hudson und Burt Lancaster angeboten, die alle dankend ablehnten

Bildergalerie

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Biographie

Heston wurde am 4. Oktober 1924 in Illinois geboren, verbrachte aber einen Teil seiner Kindheit in St. Helen, Michigan. Seine Mutter, Lilla Carter, war eine geborene Charlton. Sein Vater, Russell Whitford Carter, arbeitete in einer Mühle.
Nach einer gefeierten Theateraufführung in der Grundschule entschloss er sich mit sieben Jahren, Schauspieler zu werden. Drei Jahre später ließen sich seine Eltern scheiden, und Charlton nahm den Geburtsnamen seiner Mutter und den Familiennamen seines Stiefvaters, des Sägewerkbesitzers Chester Heston, an.
Zurück in Illinois besuchte er die New Trier High School in Winetka, wo sein schauspielerisches Talent wiederum auffiel. Im Anschluss schrieb er sich an der privaten Northwestern Universität in Evanston (Illinois) ein, die einen renommierten Theaterstudiengang anbietet. Dabei verliebte er sich in seine Kommilitonin Lydia Clarke (* 1923). 1944 heirateten die beiden. Die Ehe hielt bis zu Hestons Tod im Jahr 2008. Er verstarb im Beisein seiner Frau.

Während des zweiten Weltkriegs war Heston drei Jahre lang bei der Air Force. Danach zogen Charlton und Lydia nach New York, wo beide zunächst als Models jobbten. 1947 managten sie für kurze Zeit in Theater in Asheville, North Carolina. Im selben Jahr startete Heston seine Karriere, in einer Broadway-Aufführung von Shakespeares "Antonius und Cleopatra" - in der Heston während der ausgedehnten Laufzeit insgesamt sechs verschiedene Rollen spielte. Es folgten kleinere Rollen in TV-Serien und Dramen.
Der Filmproduzent Hal B Wallis (u.a. "Casablanca") entdeckte Heston 1950 in einer TV-Version von "Wuthering Heights" und bot ihm einen Vertrag an. Seinen Kinodruchbruch feierte Heston dann im Film Noir "Stadt im Dunkel" (1950): William Dieterle besetzte ihn als Kriegsveteran, der von einem psychisch gestörten Killer aufs Korn genommen wird.

Zum Hollywoodstar entwickelte sich Heston durch Monumentalfilme der 1950er: Zunächst mit Cecil B. De Milles Hits "Die größte Schau der Welt" (1950) und "Die zehn Gebote" (1956, Heston stellt Moses dar). Für die Titelrolle im Antiken-Epos "Ben Hur" (1959) - die Marlon Brando, Rock Hudson und Burt Lancaster zuvor abgelehnt hatten - erhielt er den Oscar für den besten Hauptdarsteller.
Zu Hestons größten Erfolgen zählen außerdem Orson Welles' "Im Zeichen des Bösen" (1958) "El Cid" (1961), "Planet der Affen" (1967), "Der Omega Man" (1971) und "Erdbeben" (1974).
Zuletzt war er in Nebenrollen und Cameos zu sehen, unter anderem in "Wayne's World 2" (1993), "True Lies - Wahre Lügen" (1994) und Tim Burtons Remake von "Planet der Affen" (2001).

Neben seiner Filmkarriere ist Heston für sein politisches Engagement bekannt: In den 1960ern war er liberal gesinnt - er unterstützte Martin Luther King (beispielsweise führte er dessen Protestmarsch von 1963 mit an) und farbige Schauspieler in Hollywood. Nach Kings Ermordung gehörte Heston zu denen, die restriktivere Waffengesetze forderten. Außerdem wählte er John F. Kennedy und sprach sich gegen den Vietnamkrieg aus.
In den 1980ern machte Heston eine 360-Grad-Wende zum erzkonservativen Republikaner und Aushängeschild der rechtsgerichteten Waffenlobby durch. 1997 ließ er sich zum Präsidenten der amerikanischen Schusswaffenvereinigung National Rifle Association wählen.
Fünf Jahre später gab er öffentlich, wie vor ihm bereits Ronald Reagan, seine Alzheimer-Erkrankung bekannt. Heston verstarb am Abend des 05. April 2008 in seinem Haus in Beverly Hills, Kalifornien.

Heston hinterlässt neben seiner Frau einen Sohn, Fraser Clark Heston (*1955) und eine Adoptivtochter, Holly Ann Heston (*1961), sowie drei Enkelkinder.



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