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Kritik: Rushmore (1998)


High-School-Komödien stehen Ihnen bis hier oben? Rettung naht: wer den hier nur auf Video erschienenen "Election" verständlicherweise verpasst hat, kann mit der zwei Jahre unter Verschluss gehaltenen Satire "Rushmore" nachholen. Die hat zwar mit den monströsen Bösartigkeiten des ersteren nichts gemein, distanziert sich dennoch mit makabrem Humor von den üblichen rosafarbenen Geschmacklosigkeiten.

Die reife und geistreich Regie Wes Andersons und der hervorragende Hauptdarsteller Jason Schwartzman trotzen der nicht zwingend originellen Geschichte die Schokoladenseite und eine Reihe sinnvoller Filmzitate ab. Newcomer Schwartzman treibt als zu kurz gekommener Fanatiker Max Fischer die Kunst des Understatements auf die Spitze: ohne nur einmal die Miene zu verziehen, tyrannisiert der durchtriebene Nerd die gesamte Privatschule Rushmore mit den absonderlichsten Ideen. Viel zu selten wird Humor so trocken inszeniert.

"Rushmore" eignet sich kaum für gedankenlose Zerstreuung, bleibt andererseits aber zu zaghaft in seinen kritischen Ansätzen. Das Schul-Kaleidoskop hebt sich durch die markante Leistung von Bill Murray wohltuend von den ewig gefälligen Pennäler-Einerlei ab. Mit Anspielungen an "Die Reifeprüfung", John Hughes-Filme, und deutlichen surrealistischen Zügen wendet sich Anderson eher an die nächst ältere Generation, als den heutigen Nachwuchs.





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