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Ein Königreich für ein Lama
Ein Königreich für ein Lama
© Walt Disney Studios Motion Pictures Germany

Kritik: Ein Königreich für ein Lama (2000)


Irre: in Disneys amtlichen Animationsabenteuer Nr. 39 balgt sich ein notorisch unsympathischer Herrscher in Lamagestalt mit einem gutmütigen Bauern und bleibt dabei konsequent widerlich (wenngleich auf eine liebenswerte Art). Das ist ein ungewohnt riskantes Timbre der Firma mit dem blitzblanken Saubermann-Image. Wo sonst nur märchenhafte Unschuldsengel den Ton angeben, haben sich die Zeichner an einem mit dunkleren Konturen versehenem Charakter verausgabt. Auch sonst ist nicht alles wie gewohnt, gerade die vertrauten (und oft gehassten) Songs fehlen, um den puren, im leichten Karikaturstil gehaltenen Zeichentrickfantasien den Weg zu ebnen. Das täuscht natürlich nicht darüber hinweg, dass man einer für jeden Gusto empfänglichen, die Möglichkeiten der computergestützten Zeichentrickkunst reichlich ausreizenden Buddy-Komödie beiwohnt. Nach einer ausgetüftelten Handlung muss man mit der Lupe suchen. Selbst bei "Tarzan" gab es mehr tragfähige Nebenfiguren, die hier samt den beliebten Sidekicks auf ein Minimum reduziert wurden. Da muss man sich ganz auf das gelungene Zusammenspiel der zwei Helden und ihres Gegenspieler-Duos verlassen, deren Scherze deutlich auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Erwachsenenthemen, wie sie in "König der Löwen" und auch "Mulan" reiften, sind in dem unverfänglichen, leichtgewichtigen Pläsier nicht inbegriffen.





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