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Der Weg nach El Dorado
Der Weg nach El Dorado
© United International Pictures

Kritik: Der Weg nach El Dorado (2000)


Das aktuelle Geschäftsjahr hat Dreamworks, Hollywoods stilsicherster, vielseitigster und immer wieder experimentierfreudigster Produktionsfirma, den erwarteten Durchbruch an der Kinokasse gebracht. "El Dorado", der dritte Animationsfilm des Großstudios, hat dabei allerdings keinen allzu gewichtigen Anteil. Der Film fällt in jeder Hinsicht hinter das Niveau von "Antz" und "Der Prinz von Ägypten" zuück. Zu zaghaft fallen hier die Bemühungen aus, optisch und erzählerisch etwas Neues auszuprobieren. Erfreulich allein das durchaus erfolgreiche Bemühen, einen großen Bogen um disneytypische Putzigkeit und Biedersinn zu machen. Leider fallen aber die Versuche, dem Animationsfilm das Terrain der klassischen Buddy-Komödie zu erschließen, allzu klamaukig aus. Was da an Sprüchen abgelassen wird, erinnert - zumindest in der deutschen Fassung - nicht selten ungut an Gott sei Dank vergangene Bud Spencer/Terrence Hill - Zeiten.
Die Geschichte ist keinesweg unoriginell. Aus irgendeinem Grund haben die Produzenten ihr aber misstraut, und so flüchtet sie sich immer wieder in bonbonfarbene und ziemlich isolierte Showeinlagen. Die mögen zwar durchaus fantasievoll choreographiert sein, nerven jedoch wegen der grässlichen Lieder. Elton John ist im Original schon schlimm genug, eingedeutscht wird es haarsträubend. Was dem Film jedoch vor allem fehlt, ist etwas dramaturgische Straffung (der handlungsarme Mittelteil ist langweilig) und ein Hauch von dem poetischem Zauber, den die Disney-Klassiker transportiert haben.





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