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Corruptor - Im Zeichen der Korruption
Corruptor - Im Zeichen der Korruption

Kritik: Corruptor - Im Zeichen der Korruption (1999)


Daß Regisseur James Foley gutes Kino machen kann, hat er mit Filmen wie "Glengarry Glen Ross" oder "Auf kurze Distanz" bereits bewiesen – ein abgenutztes Drehbuch aber vermag auch ein routinierter Filmemacher nur bedingt zu retten. Robert Puccis Story über korrupte Cops in der New Yorker Chinatown sucht seine Vorbilder zwar in weitaus besseren Filmen wie Michael Ciminos "Im Jahr des Drachen" oder Sidney Lumets "Serpico", erweist sich aber letztlich nur als eine wenig inspirierte Aneinanderreihung von Klischees und Fertigteilen, wie man sie bereits hundert Mal zuvor in anderen Cop- und Action-Reißern sehen konnte.

In beinahe 70 Hongkong-Produktion stand der Asien-Kultstar Chow Yun-fat schon vor der Kamera, nun wagt er – nach seinem schwachen US-Debüt in den "Replacement Killers" – erneut den Sprung nach Hollywood. Yun-fat, dem hiesigen Publikum vor allem aus John Woos "Hard Boiled" und "The Killer" ein Begriff, bleibt im "Corruptor" jedoch weit hinter seinem Potential zurück, und auch Mark Wahlberg, der in "Boogie Nights" eine viel schwierigere Rolle effektiv gemeistert hatte, vermag als Action-Star nicht recht zu überzeugen.

Alles läuft nach Schema F: Handwerklich ist wenig auszusetzen – man bekommt, was man erwartet: Wie in fast allen Filmen dieses Genres sind sich die beiden Polizisten anfangs spinnefeind, am Ende sind sie allerbeste Freunde. Routiniert inszenierte Action-Sequenzen und einige (nicht immer logische) Wendungen im Plot sorgen durchaus für Kurzweil, das Schicksal der beiden Helden aber läßt uns kalt.

John Woo hätte wohl mehr daraus gemacht.




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