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Kritik: Familie Klumps und der verrückte Professor (2000)


Intelligenter, geistreicher Humor findet im Kino derzeit höchstens in Nischen statt. Weltweit erfolgreich sind hingegen Komödien, die ihr Scherzpotential aus Schmuddel- und Ekelgags sowie amokmäßiger Knallchargerie beziehen. Der nach unten offenen Debilitätsskala werden in der Nachfolge von "Dumm und Dümmer" oder "Verrückt nach Mary" immer neue Räume erschlossen. Das hat auch ein alter Hollywoodhase wie Eddie Murphy erkannt und seine in den 90er Jahren vor sich hindümpelnde Karriere in letzter Zeit mit immer alberneren Filmen aufgefrischt. Absoluter Tiefpunkt nun der 2. Teil des "Verrückte Professor" Remakes. Dass der Film vom Niveau her kaum zu unterbieten ist, wird Murphy egal sein, ist "Familie Klumps und der verrückte Professor" doch zumindest in Amerika sein erfolgreichster. Ein solches Machwerk als widerlich zu beschimpfen macht, obwohl es stimmt, eigentlich keinen rechten Sinn, da vermutlich genau dies gewollt ist. Worum geht es also?
Sherman Klumps, der verrückte Professor, hat sich erneut mit seinem Alter Ego, dem rücksichtslosen und überaus abenteuerlustigen Buddy Love, auseinanderzusetzen. Zunächst glaubt der schwergewichtige Wissenschaftler noch, Buddy aus seinem Unterbewußtsein gebannt zu haben. Er steht kurz vor der Heirat mit seiner attraktiven Kollegin Denise. Doch just als die ganze Familie Klumps das neue Mitglied in ihren Reihen freudig begrüßt, meldet sich Buddy Love zurück, natürlich in unpassendsten Momenten.
Wild entschlossen nimmt sich Sherman vor, die ungebetenen Erbanlagen in Form von Buddy endgültig aus seinem System zu entfernen. Dabei sollen ihm die neuesten Erkenntnisse auf dem Gebiet der DNA-Forschung helfen. Aber Buddy Love gibt sich nicht so leicht geschlagen. Er erhebt Anspruch auf eine revolutionäre Erfindung, die der Professor gemacht hat. Es handelt sich um ein Jugendserum, mit dem man, zumindest für einige Zeit, seine jugendliche Vitalität zurück bekommt. Um das Stöffchen in Sicherheit zu bringen, versteckt Sherman es zu Hause. Aber natürlich kann die Familie der Versuchung nicht widerstehen, das Wundermittel auszuprobieren. Schließlich wird das Chaos komplett, als Buddy Love das Serum doch entdeckt.
Nun beginnt ein Rennen gegen die Zeit, denn für den verrückten Professor steht nicht nur die Erfindung auf dem Spiel, sondern auch seine Beziehung zu Denise und die Zukunft der ganzen Familie Klumps.
Mehr als eine geschlossene Geschichte, gibt sich "Familie Klumps..." als lose Nummernrevue, wobei die einzelnen Sketche durchaus von unterschiedlich gravierender Blödheit sind. Was sie freilich eint, ist der unbedingte Willen zur Geschmacklosigkeit und ein äußerst begrenzter Witzfaktor. Lustig ist das grölende und polternde Filmchen nämlich beim besten Willen nicht. Aber auch inhaltlich ist es nicht einfach, der chaotischen Story zu folgen. Offenbar wurde hier mühsam eine Geschichte um einige der zentralen Gags herumgeschrieben. Einzig der Maskenbildner hat solide Arbeit geleistet, denn Eddie Murphy spielt erneut alle 5 Mitglieder der Familie Klumps.





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