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Kritik: Mörderische Freunde (1998)


Dan Rosens erste Regiearbeit ist eine mißratene Mischung aus Thriller und schwarzer Komödie, die in doppelter Hinsicht enttäuscht: Während Retorten-Charaktere und mit der Brechstange präsentierte Wendungen den Spannungsbogen demontieren, mangelt es den zynischen Ansätzen der im Film versteckten Farce an Biß.

Tim und Chris sind künstliche Figuren ohne Ähnlichkeit zu real vorstellbaren Charakteren. Um dem merkwürdigen Treiben auf der Leinwand ein wenig Glanz zu verleihen, protzt Rosen deshalb mit cineastischen Anspielungen wie auf wie Michael Ciminos "Deer Hunter", versagt seinen Charakteren jedoch die Glaubwürdigkeit und dem Publikum die Möglichkeit zur Identifikation.

Nichts ist, wie es scheint: Dieser uralte Kunstgriff mag in der Regel funktionieren - doch anstatt der Story neuen Antrieb zu geben, sorgen die zahlreichen, oft kaum nachvollziehbaren Wendungen hier nur für Verwirrung.

Schauspielerisch trägt die von Matthew Lillard ("Scream") angeführte Studententruppe so dick auf, daß sich "Mörderische Freunde" gelegentlich am Rande einer unfreiwillig komischen Realsatire bewegt und diese Grenze spätestens dann überschreitet, wenn Lillard alias Tim im Büro des College-Rektors (Henry Strozier) à la Jim Carrey die Gesichtszüge entgleisen.





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