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Kritik: Bis zum Horizont und weiter (1998)


Als überdurchschnittlichen Fernsehfilm könnte man sich Peter Kahanes skurril-wehmütige Liebesgeschichte schon gefallen lassen, doch nun kommt der Film, dessen Geschichte in Berlin beginnt und im Nirgendwo ihr Ende findet, in unsere Kinos: Als seine geliebte Katja von der taffen Richterin Beate (Corinna Harfouch) zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wird, rastet der arbeitslose Baggerführer Henning (Wolfgang Stumph) aus und entführt die Richterin im klapprigen Mercedes in eine vom Braunkohleabbau verwüstete Landschaft im Osten Deutschlands.

Nach und nach entwickelt sich zwischen Entführer und Opfer so etwas wie Sympathie, nach und nach müssen aber auch Plot und Charaktere dieser in Ostalgie schwelgenden Tragikkomödie einen so großen Spagat hinlegen, daß ihre Glaubwürdigkeit darunter leitet. Das Ergebnis ist ein sperriger, weil überfrachteter Film, dessen liebenswerte Figuren am Ende sprichwörtlich auf der Strecke bleiben: Weniger ist eben manchmal mehr.




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