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Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt - Kevin Bacon,...Erbe
Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt - Kevin Bacon, Kathryn Erbe
© Constantin Film © Central Film

Kritik: Echoes - Stimmen aus der Zwischenwelt (1999)


Lange bevor "The Sixth Sense" und "Das Geisterschloss" die Leinwand zum Mekka paranormaler Phänomene erkoren, eröffnete dieser Indie-Schocker das Fantasy Filmfest 1999. Erwartungsgemäß begeisterte sich das Publikum für den spürbar atmosphärischen Geisterhorror.
Sorgfältig lotet Regisseur David Koepp den Schrecken aus, den der Besitz des zweiten Gesichts für Tom eröffnet. Im Milieu der Chicagoer Working Class steigert er die Spannung, die weitestgehend vom diffusen Gefühl der Bedrohung zehrt. Gerade die Szenen mit dem Babyphone sind echter Nerventerror. Sorgsame Schockmomente und Deja Vus bei einem furios gegen seine mittelmäßige Begabung anspielenden Kevin Bacon könnten kaum perfekter sein.
Im Laufe der Konkretisierung des Spuks jedoch verfliegt die Wirkung. Bald ist das Phänomen greifbar, kann eingegrenzt und abgehakt werden. Dabei gibt Koepp die perfide entliehene Struktur preis: "Poltergeist" ist nicht weit, aus "The Shining" sind gar ganze Szenen übernommen. Wo das Wissen um die Ursache der Erscheinungen in "Amityville Horror" zu weiterem Entsetzen reift, trägt die Erkenntnis hier den Grusel zu Grabe. Dennoch ein über weite Strecken gelungenes und handwerklich sauberes Genrederivat. Fans achten auf "Die Nacht der lebenden Toten", kurz im TV zu sehen.





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