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Kritik: L.A. without a Map (1998)


Dafür, dass Aki Kaurismäkis großer Bruder Mika wunderschöne Filme machen kann, ist „L.A. Without a Map“ das beste Beispiel: Ein kluges Drehbuch, originelle Charaktere, punktgenaue Dialoge und ein Cameo von Johnny Depp sorgen dafür, dass diese romantische Komödie aus dem Rahmen fällt.

Anstatt auf Kitsch und turbulente Wirrungen à la „Die Braut, die sich nicht traut“ setzt Kaurismäki auf Satire und milde Seitenhiebe auf die Traumfabrik, wo „wahre Liebe“ und die „Ware Liebe“ sich immer wieder zu vermengen scheinen.

Damit wir uns nicht missverstehen: „L.A. Without a Map“ ist keine böse Abrechnung mit Hollywood – dann eher schon eine Hommage mit vielen Anspielungen. Der mit viel Witz und Liebe für seine Figuren inszenierte Film wäre sogar ein regelrechtes Highlight dieses Kinosommers, hätte den Regisseur und Drehbuchautor Kaurismäki nicht mittendrin die Inspiration verlassen: Auf halber Strecke kommt das Ideenfeuerwerk nämlich zum Erliegen – der Film tritt quasi auf der Stelle, bis er das Publikum mit einem Happy End versöhnt.




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