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Kritik: Spy Kids (2001)


Auf die Filme von Robert Rodriguez trifft am ehesten der Ausdruck Achterbahnfahrt zu. Ohne besinnliche Momente als Ruhepausen für Figuren und Publikum fegen sie mit Höchstgeschwindigkeit über die Leinwand, um das reine Vergnügen eines Rauschs zu erzeugen. In einen solchen Sog zieht "Spy Kids" die beiden Kinder zweier Ex-Geheimagenten, welche noch einmal einen letzten Auftrag angenommen hatten. Während des gefährlichen Unternehmens werden die Eltern von einem wahnsinnigen Bösewicht entführt, so dass die Sprösslinge als pfiffige Nachwuchsspione die Sache selber in die Hand nehmen müssen. Es geht um die Rettung der Welt, welche der finstere Entführer mit Hilfe von 500 bärenstarken Roboter-Kindern unter seine Herrschaft bringen will.

Vordergründig treibt Rodriguez sein rasantes Spiel mit dem Spionagegenre, indem er die Versatzstücke zu einem phantasievollen Cocktail zusammenmixt. Da gibt es stilvolle Unterwassersequenzen, die man aus der James-Bond-Serie kennt, oder Parodien auf die berühmten Gadgets, wie Elektroschock-Kaugummis. Danny Elfmans Musik untermalt das Geschehen mehr als einmal mit Hommagen an das Bond- beziehungsweise Mission Impossible-Thema. Da Rodriguez aber der Familie ausgesprochen positiv gegenüber steht, hat er nicht nur einen Film für die ganze Familie gedreht, sondern thematisiert sie auch. Die Atmosphäre entspricht einer märchenhaft-kindlichen Vorstellung der Agentenwelt, die von nur aus Daumen bestehenden Fabelwesen, einem verwunschen wirkenden Schloss und Ähnlichem bevölkert wird. Hier kämpfen die Kinder gegen die quietschbunten Dämonen der elterlichen Berufsrealität, um einerseits erwachsener zu werden, und andererseits durch die gemeinsame Bewältigung des reinigenden Abenteuers zu einer stärkeren Familie zusammenzuwachsen.






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