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Kritik: Maybe Baby (2000)


Ben Elton kennt sich aus im Humor-Geschäft. Verantwortlich für die Drehbücher von "The Young Ones" oder "Black Adder" hat er den britischen Humor der letzten 18 Jahre geprägt. Neben Romanen und Spielfilmen schreibt der Vielbegabte auch Theaterstücke und glänzte als Schauspieler unter anderem in "Viel Lärm um Nichts". Jetzt gibt Elton sein Debüt als Kinoregisseur. Und fabriziert auf Anhieb eine Komödie, die sich an der optimistischen amerikanischen Komödie orientiert und die übliche Fixierung auf die britische Unterschicht vermeidet: Sam (Hugh Laurie) ist Redakteur bei der BBC und seine Frau Lucy (Joely Richardson) arbeitet in einer Schauspieleragentur. Sehr viel Geld und eine sehr durchgestylte Wohnung für einen britischen Film dieser Tage. Ähnlich glatt ist der Ansatz: Denn "Maybe Baby" huldigt der klassischen Hollywood-Komödie. (Kein Wunder, denn Regisseur Ben Elton sieht Laurie als britischen Tom Hanks oder Cary Grant an.) So wirkt der Film auch insgesamt ganz nett und anständig und hält sich fern von subversiven Witzen. Dafür glänzt die Komödie mit ihren guten Schauspielern. Joely Richardson ist bezaubernd und Rowan Atkinson ist wirklich hervorragend: Er muss - man kann es kaum glauben - den Frauenarzt spielen und kommt dabei sogar ohne übertriebene Mimik aus. Auch dabei ist Emma Thompson, die eine überkandidelte Esoteriktante spielt und leider in dieser vollkommen albernen und überflüssigen Nebenrolle eher schlecht dasteht. Insgesamt aber, sagen wir´s ruhig: Nett.




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