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Kritik: Sugar and Spice (2000)


Wann ist endlich Schluss damit, dass miese amerikanische Filme mit uramerikanischen Themen auf den deutschen Markt gelangen, nur, um unschuldigen Teenagern das Geld aus der Tasche zu ziehen? Lediglich das Wissen, mit einer cleveren Marketingstrategie unbedarftes Konsumentenvolk zur Schlachtbank Multiplex zu führen, kann den Verleih bewogen haben „Sugar and Spice“ in Deutschland herauszubringen. Das Thema des Filmes ist die Welt der all-american girls and boys, die an der Highschool Cheerleader sind oder im Footballteam spielen. Der schöne Schein der lieben Kleinen hat aber einen Riss bekommen, da der Captain des Cheerleader-Teams vom Star-Quaterback schwanger ist. Für das junge Glück brauchen die beiden natürlich mehr Geld. Also plant das Mädchen ohne das Wissen ihres Freundes einen Banküberfall, bei dem die anderen Cheerleader aus Solidarität mitmachen. Parodie schreit der Film laut heraus, in meinem Ohr kam jedoch nur Langeweile an. „Sugar and Spice“ ist so spezifisch amerikanisch, dass er nur funktionieren könnte, wenn er hervorragend inszeniert wäre und über seinen vordergründigen Themenkomplex hinausreichen würde. Leider bleibt der Wille zur Parodie bereits in unfreiwilliger Komik der einzelnen Szenen stecken, so dass sich der Film selbst in den Arsch kriecht und das entsprechende findet. Kleinere Lacher können nicht darüber hinweg täuschen, dass mit den Cheerleadern einfach nur eine Bande alberner Gören gezeigt wird, die weder etwas vom Leben verstehen, noch am Ende etwas darüber gelernt haben werden. Der scheinbare Riss der heilen Welt ist bereits gekittet bevor er überhaupt aufbrechen konnte, da sich „Sugar and Spice“ in harmlosen Nettigkeiten erschöpft. Am Ende ist die Welt natürlich wieder komplett in Ordnung. Damit ist der Film der perfide Versuch mit einer „Phantom-Parodie“ winzige Splitter in der heilen amerikanischen Welt auszumachen, die durch deren herausziehen am Ende noch gefestigter da steht.





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