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Die eiskalte Clique
Die eiskalte Clique
© Concorde

Kritik: Die eiskalte Clique (2000)


Dem Äußeren nach zu urteilen ist hier versehentlich eine Folge von Melrose Place ins Kino gerutscht. Und der Eindruck einer amerikanischen rich kids-Serie verfestigt sich: Junge, unerfahrene und unbeholfene Mimen stehen hilflos in einem hanebüchenen Script, das Mary Lambert völlig unambitioniert und charakterlos abgefilmt hat. Einst galt Lambert nach sehenswerten Musikvideos und ihrer Stephen-King-Adaption "Friedhof der Kuscheltiere" von 1989 als erfolgsversprechendes Talent mit Hollywood-Zukunft, inszenierte dann aber nur noch fürs Fernsehen. Und so schaut "The in Crowd" (Originaltitel) auch aus: eine dem Zeitgeist mit gelackten (zweifellos verführerischen) Bildern hinterherlaufende, in Aussehen und Plotpoints standardisierte TV-Produktion. Lange Zeit begnügt sich Lambert damit, ihren Jungen und Schönen beim Dolce Vita auf den Körper zu schauen und dabei so etwas wie erotische Ambivalenz zu bekunden. Früh deuten die Zeichen auf eine um so später eintreffende Psychothriller-Wende hin, die völlig überraschungslos zum blödsinnigen Finale führt. Bis dorthin hielten sich sorgfältig gepflegte Klischees und Oberflächenreiz die Waage. Bis die riesigen Logik-Löcher aufreißen und den Film der Lächerlichkeit preisgeben. Lahm und reizlos.





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