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Secret Society
Secret Society
© Movienet

Kritik: Secret Society (2000)


"Secret Society" ist das Beispiel für einen Film, der zwar gut gemeint, aber nicht gut gemacht ist. Er möchte Verständnis für die unangenehme Lage dicker Frauen erzeugen, welche in einer Gesellschaft der Schlankheit häufig höhnischen Blicken oder Spott ausgesetzt sind. Auch Daisy ist dick. Mit ihrem Partner Ken wohnt sie in einer nordenglischen Arbeiterstadt und kann sich eigentlich glücklich schätzen, da ihre bessere Hälfte von der Körperfülle begeistert ist. Dennoch leidet sie unter einem angeknacksten Selbstbewusstsein. Auch die finanzielle Lage ist nicht rosig, da ihr Freund gerade seinen Job verloren hat. Also fängt Daisy an, in einer Gemüsekonservenfabrik am Fließband zu arbeiten. Hier lernt sie eine Gruppe korpulenter Grazien kennen, die neue Kraft im Sumo gefunden haben. Weil jedoch alles geheim bleiben soll, kann sie Ken nicht sagen, wo sie immer so lange bleibt. Der reagiert ausgesprochen sauer und flüchtet sich immer mehr in die Welt der Ufo-Gläubigen, zu denen auch sein Freund gehört. "Secret Society" krankt genau an der Einführung der verrückten Ufologen. Diese Gruppe mit ihren absurden Theorien über Aliens, die menschliche Frauen begatten wollen, etc., ist ein allzu leichtes Opfer. Ohne große Mühe gelingt es dem Film, seinen beißenden Spott darüber auszuschütten. Die Lacher sind ihm gewiss. Als Nebengeschichte ergibt das aber nur dann einen Sinn, wenn man sie im Zusammenspiel mit den Sumo-Frauen sieht. Der Kontrast zu den "Bekloppten" soll das würdevolle Tun der Dicken verstärken. Satirische Klamotte auf der einen Seite und Anerkennungsdrama auf der anderen Seite – gebündelt in einem Liebespaar. Das ist unausgegorener Unfug.




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