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Kritik: Dolphins (2000)


Der "Triumph der Imagination" (Presseheft) ist gleichzeitig ein ikonoklastisches Diktat. Im 45-minütigen Erstling des Regisseurs Farhad Yawari laufen die Bilder Sturm gegen die übliche deutsche Tristesse - und kehren das Verhältnis von Handlung zu Bildern um.

Kein Wunder, dass niemand den 25-jährigen bei der Realisierung des mit 4,5 Millionen Mark budgierten Werkes unterstützen wollte. Nur durch mit öffentlicher Aufmerksamkeit erlangtes Sponsoring konnte die bombastische, technisch bestechende Reise ins Land der Träume von submarinen Abenteuern mit Delphinen verwirklicht werden. Trotz orchestraler (wie ohrenbetäubender) Wucht und eleganter, extrem ausgereizter optischer Mittel, bleibt ein schaler Nachgeschmack:

Denn die schwachen Darsteller vermögen das gesamte Gewicht, das wegen einer nur rudimentären Handlung auf ihren Schultern lastet, nicht zu tragen - konträr zum vergleichbaren "Tuvalu". Dadurch wirkt die symbolisch als Ode an die Freiheit auslegbare Komposition prätentiös, aufdringlich und äußerst überzogen. Wer sich nur auf die Faszination der Arrangements konzentriert, erlebt hingegen ein pittoreskes Vergnügen, dessen leidenschaftliche Machart zwischen den Bildern oszilliert. Eine üppige Visitenkarte für Yawari, für den sich die Türen des Filmgeschäfts damit hoffentlich weit öffnen.





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