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Teuflisch
Teuflisch
© Capelight Pictures

Kritik: Teuflisch (2000)


Das wirkliche Glück und die eigenen Wünsche bilden nicht unbedingt eine Einheit. Häufig sehnen wir uns nach Dingen, welche nur von anderen als ein Versprechen des Glücks angeboten werden. In "Teuflisch" sieht sich Elliot, ein kleines Licht in der Firma des Arbeitgebers, mit seinem verkorksten Leben konfrontiert. Da taucht plötzlich der Teufel in Gestalt der höchst attraktiven Elizabeth Hurley auf und bietet ihm für seine Seele sieben Wünsche an. Auf der Suche nach dem Herz seiner Kollegin Allison gerät er aber von einer absurden Szenerie in die nächste. "Teuflisch" deckt gnadenlos die Illusion eines glücklichen Lebens auf, die die meisten von uns genauso wie Elliot mit sich herumtragen. Seine Wünsche haben deswegen nicht die beabsichtigte Wirkung, weil er auf das zurückgreift, was in unserer hohlen Gesellschaft als erstrebenswert propagiert wird: nämlich Reichtum, Macht, etc. Oder aber Elliot lässt sich auf Klischeevorstellungen darüber ein, was für eine Art Männer Frauen wollen. So wird er zum lächerlichen Abziehbild der Wünsche einer Frau. Auf der Jagd nach dem goldenen Fließ taumelt Elliot durch die labyrinthischen Fallstricke seiner Seele, die bald an den Teufel gehen soll. Das "Ich verkaufe dem Teufel meine Seele für ein paar Wünsche"-Motiv war schon immer geprägt von der Tragik des armen Tropfes, der sein Teuerstes für irdische Nichtigkeiten verkauft und dadurch deutlich macht, dass sein Teuerstes ganz billig ist. Auch "Teuflisch" legt den Finger in die Wunde unserer Schwächen. Als durchschnittlicher Bürger bietet Elliot genügend Identifikationspotential, um die gelungenen Witze von Harold Ramis Komödie auf uns zu übertragen. "Teuflisch" ist eine Satire, die in den Grenzen des Hollywood-Systems den hohlen Glücksvorstellungen unserer Gesellschaft und jedes einzelnen den Spiegel vorhält.




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