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Was Frauen wollen - Poster
Was Frauen wollen - Poster
© Buena Vista

Kritik: Was Frauen wollen (2000)


Was Kinogänger wollen: Mel Gibsons unwiderstehliche manpower in einer vergnüglichen romantischen Komödie, die rund um die originelle Ausgangsidee des Gedankenlesens Unterhaltungsgarn spinnt, das vor Massen-Appeal glänzt. Mit einem qualitativen Hochglanz-Stil hält sich Nancy Meyers ("Ein Zwilling kommt selten allein") in ihrem zweiten Film alle Tore offen, einem möglichst breiten Publikum zu gefallen. Nicht nur bezüglich des Topstar-Duos Gibson-Hunt zeichnet sich ein kalkulierbarer Erfolg ab, auch die in der geldsorgenfreien upper class der Werbeindustrie angesiedelte Handlung besitzt hohen Wiedererkennungswert. Ohne weitere Überraschungen, aber mit dem richtigen Mix aus Humor, Charme und Rührseligkeit lotet Meyers Gibsons Fähigkeit aus, die zwischen Fluch und Gabe oszilliert. Ansprechende Dialoge und niveauvolle Gags ergänzen die wunderbare Chemie zwischen den später zu Liebhabern zusammenwachsenden Kontrahenten. Dass der grotesk überzeichnete Chauvi erst egoistisch seine Vorteile sondiert und orgiastischen Sex findet, sich bald aber ins feminine Denken einfühlt und so zum besseren Vater und Liebhaber heranreift, der als guter Christ zum Schluss um Vergebung bittet, gehört zum vorgeschriebenen Hollywood-Handwerk: So kann man Produktionen daran messen, welche Kunststücke sie auf dem Weg zum bekannten Ziel vollbringen. In diesem Rahmen findet Meyer nämlich den richtigen Ton, der ohne Längen oder größere Durchhänger (außer im letzten Drittel) die Anforderungen der luxuriösen Mainstream-Unterhaltung erfüllt und als Amüsement mit gewohnter Moralbotschaft fast über sich hinaus wächst. Kommerz mit Herz.





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