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Kritik: Kanak Attack (2000)


Was Erkan und Stefan schon immer darstellen wollten, sich dann aber doch nicht zu sein getraut haben – richtig krass, cool und originell -, das gibt es hier zu sehen: Die Helden in „Kanak Attack“ gereichen dem grotesken Filmtitel zur Ehre. Kurz und schmerzlos schildert Lars Becker ("Bunte Hunde") das Milieu der selbstbewussten Einwanderer der zweiten und dritten Generation.

Mehr noch: Der Charme und treffende Witz der Vorlage, Feridun Zaimoglus Kultbuch „Abschaum“, findet sich in seiner einfallsreichen und mit herrlichen Dialogen versehenen Inszenierung wieder. Vor dem authentisch-tragischen Hintergrund steht ein humorvoller Ton in bester Tradition von „Pulp Fiction“. Da wird geschlagen und getreten, geflucht und rumgeballert bis der Arzt kommt – und doch ist dabei alles hübsch skurril und einnehmend sympathisch.

Die Tücken des kleinen Budgets pariert Becker mit Einfallsreichtum und enormem Tempo. Die halbe Miete sind die lebensechten Darsteller, insbesondere die Neuentdeckung Luk Piyes, die sich im schmuddeligem Look der Straßen sichtlich heimisch fühlen. 13 Kapitel um sich kreisender Episoden treffen den Kern des (a)sozialen Helden, der sich des kriminellen Teufelskreises um ihm herum bewusst ist und diesem trotz allem das Beste abzugewinnen weiß.





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