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Kritik: The Dish (2000)


Was 600 Millionen Menschen im Juli 1969 verfolgten, wäre ihnen um ein Haar vorenthalten geblieben. Ausgehend von dieser und einigen anderen historischen Tatsachen, hat sich der Australier Rob Sitch einen Insider-Blick auf die Belegschaft eines gigantischen Radioteleskops in der Känguruh-Provinz erlaubt, der die Balance hält zwischen skurriler Typen-Komödie und der dramatischen Aufregung um ein Jahrhundertereignis.

Wie auch in seiner Familientragikomödie "The Castle" gelingt es Sitch in der heiteren Doku-Fiction, dass man die liebevoll gezeichneten Figuren sofort ins Herz schließt. Kurzweilig pendelt seine ausgelassene Inszenierung zwischen dem ernst der Lage, der in die kleinbürgerliche Beschaulichkeit hereinbricht und dem schlitzohrigen Lebensstil, zwischen persönlichem Ärger, technischen Problemen und kauzigem Humor.

Das bis ins kleinste Detail authentische Zeitkolorit (nicht zuletzt der wunderbare Rock'n'Roll-Score), bleibt nicht rein nostalgisch; die Eigenheiten der Sixties werden ausgiebig, trotzdem fast beiläufig aufs Korn genommen. Sitch verliert bei aller Genüsslichkeit und Amüsanz weder sein umfangreiches Ensemble noch die flott erzählte Handlung aus den Augen.

Der verschmitzte Blick auf ein historisches Kapitel, dass von einer gänzlich unbekannten Seite aufgerollt wird, weiß genau, wann er leichtfüßig und respektlos sein darf und wann er innehält und Würde beweist. Der in Down Under zum sensationellen Kinohit avancierte "The Dish" ist einer der seltenen Fälle, in denen Qualität mit Kommerzialität übereinstimmt.





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