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Kritik: Exit Wounds - Die Copjäger (2001)


Männerkino hat es nicht leicht - seit mehr als zehn Jahren schon. Obwohl selbst einstige Ein-Mann-Armeen wie Sylvester Stallone oder Bruce Willis heute familienfreundliche Komödien schmücken, hat Überproduzent Joel Silver einen angenehm altmodischen, reinrassigen Genrevertreter gestrickt. Der Mitte der Neunziger erloschenen Action-Stern Steven Seagal feiert ein mustergültiges Kino-Comeback, das ihn allein auf weiter Flur als stoische Action-Exekutive etikettiert. Selbstironisch und locker schreitet der Kampfsportexperte durch einen natürlich aus Verrat, Verbrechen und Korruption bestehenden Plot. Die zahlreichen brutalen Schießereien und Zweikämpfe erfahren durch Hip Hop und Humor verträgliche Züge. Zwar fügt der zweite Film von Andrzej Bartkowiak ("Romeo Must Die") dem Genre keinerlei Erneuerungen zu, überzeugt aber als routinierter Actionthriller mit einer um Intensität und Wenden bemühter Handlung. Zudem steht Nullmime Seagal der überaus fähige Rapper DMX zur Seite. Ein Großteil des "Romeo Must Die"-Teams und Konzepts (vor allem der Crossover zwischen Action, Humor und Hip Hop) begleitet durch den gelungenen Versuch, lange inaktive Methoden aufzufrischen und an den Zeitgeist anzupassen. Für das Publikum eine bewusst körperliche und weniger intellektuelle Erfahrung.





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