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Nicolette Krebitz in 'Die Männer Ihrer Majestät'
Nicolette Krebitz in 'Die Männer Ihrer Majestät'
© Constantin Film

Kritik: Die Männer Ihrer Majestät (2001)


Regisseur Stefan Ruzowitzky hatte zunächst mit den "Siebtelbauern" und vor zwei Jahren mit Anatomie großen Erfolg. Wie schon die nicht absehbare Veränderung vom Heimatfilm zum eindringlichen Schocker bricht er wieder mit allen Erwartungen: "Die Männer ihrer Majestät" ist eine vergnügliche Komödie. Dennoch: Ein unaktuelleres Thema gibt es zur Zeit wohl kaum. Filme, die sich mit dem zweiten Weltkrieg beschäftigten, gab es in den 60er und 70er Jahren in den USA und England zuhauf. Das dort formulierte Bild des dummen deutschen Nazis (oder wahlweise des bösen und brutalen Nazis) ist uns allen wohlbekannt, doch dass eine solche Persiflage aus Deutschland kommt, damit war kaum zu rechnen. Denn "Die Männer..." greift den britischen Humor erfolgreich auf und kann in weiten Zügen überzeugen - als Komödie im Stil der 60er. Aus eben dieser Zeit stammen noch die Schauspieler Edward Fox und James Cosmo, die auch hier wieder wunderbare britische Klischees verkörpern. Auch Matt LeBlanc ist als O'Rourke gut besetzt, er gibt hier das völlig überzogene Bild des Superhelden ab - dem aber eigentlich gar nichts gelingt. Schön ist auch, das Nicolette Krebitz mitspielt, man sieht sie viel zu selten auf den Leinwänden.
Doch gerade in den Szenen mit Krebitz und LeBlanc sind die schlechtesten Dialoge zu hören, die deutlich aus dem Rest herausfallen. Sonst ist das Drehbuch nämlich gut gelungen. Der britische Comedy-Autor David Schneider und Jeff Stockwell schrieben die Geschichte, die seit 15 Jahren in Hollywood kursierte, auf Wunsch des Produzenten Marco Weber um. Sie treffen einen witzigen Ton und bedienen sich unterschiedlicher Genres. Dass dabei einige Elemente sträflich zu kurz kommen, wie z.B. die tragische Geschichte um das traumatisierte Waisenkind, sei dem Film aber verziehen. Denn "Die Männer..." ist ... nett, wirklich nett.




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