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On the Edge
On the Edge
© United International Pictures

Kritik: On the Edge (2001)


"On the Edge" reiht sich ein in die Gruppe der Psychiatrie-Filme von "Einer flog über das Kukucksnest" bis zu "Durchgeknallt". Doch nutzt Regisseur John Carney die Anstalt nur als Rahmen, um eine einfühlsame Geschichte vom Erwachsenwerden zu erzählen. Im Zentrum steht ein junger Mann, dessen Vater gestorben ist. Als cooler Zyniker versucht er mit seinen Problemen umzugehen. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch kann er sich zwischen dem Gefängnis oder der Psychiatrie entscheiden. Notgedrungen wählt er den Gang in die Anstalt, deren Regeln und Behandlungsmethoden er mit überlegener Attitüde zu demontieren versucht, bis er langsam beginnt, sich seinen Problemen zu stellen. Cillian Murphy spielt den Jugendlichen mit einer faszinierenden Mischung aus hippem Showgehabe und tiefem seelischen Schmerz. Jederzeit schlägt er die emotionale Brücke zum Zuschauer, der voller Mitgefühl das Schicksal des jungen Mannes mit verfolgt. Dramaturgisch folgt "On the Ege" den klassischen Regeln für eine Geschichte, in der ein Mensch zu sich selbst findet. So verwundert es wenig, dass sich innerhalb der Anstalt eine Liebesgeschichte entspinnt. Aber auch hier geht Regisseur John Carney erfrischend ernsthaft heran. Nach anfänglichem Sprücheklopfen der Beiden, entwickelt sich die Beziehung als grundlegender Schlüssel für eine mögliche Genesung. Hier entwirft der Film ein schönes Bild von der großen Heilkraft eines grundlegenden menschlichen Bedürfnisses. Damit bleibt "On the Edge" bei aller innewohnenden Tragik und einer gehörigen Portion ausgeflipptem Witz eine sehnsüchtige Ode an die wahre Liebe zu Zweit.




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