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Kritik: Heidi (2001)


Wie bringt man heutzutage die Heidi-Geschichte auf die Leinwand? Die Autoren Jasmine Hoch und Michael Hennig sowie Regisseur Markus Imboden haben dafür eine klare Antwort gefunden: Alles modernisieren, was angestaubt wirken könnte und dennoch den ursprünglichen Geist der Geschichte beibehalten. Diesen Spagat meistert „Heidi“ dann auch recht ordentlich. Zum einen präsentiert er genüsslich verschiedenste technische Errungenschaften unserer Zeit (z.B. Handy) und greift gewisse soziologische Veränderungen in unserer Gesellschaft auf, wenn Familienorganisationen (alleinerziehend) zu sehen sind, für die man zur Zeit der Entstehung von „Heidi“ an den Pranger gestellt worden wäre. Zum anderen bleibt es immer noch die Geschichte vom kleinen Mädchen Heidi, ihrem Freund dem „Geissenpeter“ - hier der Ingenieurssohn Peter Geissler – und dem „Almöhi“ - hier Alpöhi.

Imboden inszeniert „Heidi“ mit Schwung und Pep. Dabei kann er sich auf gut aufgelegte Darsteller verlassen. Allen voran Cornelia Gröschel, die ihre Rolle mit einer selbstbewussten Attitüde verkörpert, dass es die rechte Freude ist. Imboden vermeidet es, ein verwässertes Produkt vorzulegen, das gut in den Zeitgeist vieler oberflächlicher Werke passen würde. Ihm geht es mit „Heidi“ auch darum, die innere Welt seiner Hauptfiguren zu verdeutlichen. Dass Heidi eine Menge Trauerarbeit leisten muss gehört deswegen genauso zum Film wie die lustigen Momente.






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