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Summer Wars
Summer Wars
© 2009 SUMMERWARS FILM PARTNERS

Kritik: Summer Wars (2009)


"Summer Wars"-Regisseur Mamoru Hosoda begann seine Karriere als Key-Animator, bevor er sich mit der Inszenierung zweier "Digimon"-Filme und mehrer Episoden der TV-Serie erste Sporen verdiente. 2006 legte er schließlich die vielversprechende Animation "Das Mädchen das durch die Zeit sprang" vor. Mit dem Nachfolger "Summer Wars" beweist Hosoda nun, dass er das Zeug zum großen Anime-Regisseur hat und man ihn - und seine Arbeiten - im Auge behalten sollte.
Sein Zeichenstil - also Figuren- und Hintergrund-Design - orientieren sich mit reduzierten Figuren und den (außer in der virtuellen Welt von Oz) detaillieren Hintergründen klar an Studio Ghibli, Japans Animationsschmiede Nr. 1 und filmische Heimat von "Chihiros Reise ins Zauberland"-Regisseur Hayao Miyazaki.
Auch die Sci-Fi-Story, gerichtet an Animationsfreunde beiderlei Geschlechts ab etwa 12 Jahren, erinnert durchaus an Ghibli-Produktionen. Als weitere Inspirationsquelle wird der für das selbe Studio arbeitende Animationsphilosoph Satoshi Kon ("Paprika"), mit seinen um die Grenzen zwischen Realität und Virtualität kreisenden Filmen gedient haben. Dabei ist Hosoda, bzw. Autor Satoko Okudera, der auch schon für "Das Mädchen das durch die Zeit sprang" verantwortlich zeichnete, anders als jene an David Lynch erinnernden Filme Satoshi Kons, die Story erfreulich geradlinig und nachvollziehbar geraten. Eine Community wie Oz ist durchaus vorstellbar, die Charaktere sind stimmig entworfen und selbst die Auflösung ist glaubwürdig, was, gerade in um Virtualität kreisenden Filmen, ja nicht immer der Fall ist. Gelunden ist dabei auch die Verknüpfung bzw. Fortführung alter Samurai-Traditionen in der modernen Welt.
Negativ fallen in dem eigentlich durchaus actionreichen Film daher allenfalls einige wenige Längen auf, die von extrem ungeduldigen Zuschauern vielleicht als störend empfunden werden können.

Fazit: Auch für erwachsene Trickfreunde empfehlenswerter Animationsfilm, mit stimmigen Charakteren, nachvollziehbarer Story, einiger Action und allenfalls wenigen, nicht ernsthaft störenden, Längen.




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