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Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held
Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held
© Universum Film

Kritik: Niko 2 - Kleines Rentier, großer Held (2012)


Wie schon beim ersten Teil vor drei Jahren, stehen beim zweiten Abenteuer des süßen Rentiers wieder Freundschaft, Familie sowie eine kuschelige weihnachtliche Stimmung und Atmosphäre im Zentrum. An Weihnachten 2009 entwickelte sich die deutsch-finnische Koproduktion zum echten Kino-Hit. Über 700.000 Besucher lockte der Film alleine in Deutschland in die Kinos und wurde sogar für den Europäischen Filmpreis nominiert. Somit war schnell klar, dass ein zweiter Teil folgen würde. "Niko 2 – Kleines Rentier, großer Held" wurde erneut von dem Finnen Kari Juusonen inszeniert und kommt wesentlich kindgerechter und weniger gruselig als der Vorgängerfilm daher. Das liegt größtenteils daran, dass die grimmigen, brutalen Wölfe aus Teil eins hier nun nicht mehr auftreten. Stattdessen gibt es ein Wiedersehen mit den Helden und liebenswerten Figuren des Erstlings sowie eine Story, die zum Glück nicht so finster und unheimlich geworden ist wie jene vor drei Jahren. In der deutschen Synchronfassung spricht die Sängerin Yvonne Catterfeld das Wiesel Wilma. "Niko 2" ist übrigens erst der dritte finnische Film, der in 3D erscheint, alle davon sind Animationsfilme.

Vieles von dem, was schon in "Niko – ein Rentier hebt ab" funktionierte, erwartet die Zuschauer nun auch im neuesten Film über das putzige Rentier. "Niko 2" bietet mindestens ebensoviel Dialogwitz und spaßige Sequenzen wie der erste Teil. Auch auf Spannung und Action setzten die Macher. Hier sind eine halsbrecherische, temporeiche "Abfahrt" durch einen Wald und die Eingangssequenz mit dem irrwitzigen Trainingsflug der Rentiertruppe des Weihnachtsmannes die Highlights. Die Macher präsentieren den Zuschauern damit erneut eine ausgewogene Mischung aus actionreichen Szenen und herrlich komischen Slaptstick-Momenten in bester "Ice Age"-Manier. Die heimliche Stärke des zweiten Teils sind aber die reizenden, spleenigen Charaktere, deren seltsame Eigenarten noch mehr zur Geltung kommen im ersten Teil.

Der Zuschauer erlebt ein Wiedersehen mit dem Wiesel Wilma und dem kauzigen Flughörnchen Julius. Vor allem Julius sorgt mit waghalsigen Aktionen und frechen Sprüchen für allerbeste Unterhaltung. Aber auch neue Figuren erwarten die Fans: so macht Niko auf seiner Reise die Bekanntschaft mit dem halb blinden, greisen Rentier Tobias, das nur noch über ein halbes Geweih verfügt. Des Weiteren tut es dem gut, dass diesmal auf die grimmigen Wölfe aus Teil eins, die für die Zielgruppe der Kindergarten-Kinder deutlich zu düster und unheimlich waren, verzichtet wurde. Weniger furchteinflößend kommen die Adler daher, die im Auftrag der Wölfin Jonni entführen. Die Adler sind eine tollpatschige Gangstergruppe, die mehr durch ihren Slapstick amüsieren als dass sie für Angst und Schrecken sorgen. Zu guter letzt geht "Niko 2" durch eine durchdachte, intelligente Geschichte auch auf wichtige Aspekte und Themen wie Scheidung, Trennung und die Problematik der Patchwork-Familie ein. Diese Tatsache verleiht dem Film eine pädagogische Relevanz.

Fazit: "Niko 2 – Kleines Rentier, großer Held" ist besser als sein Vorgänger. Verantwortlich dafür ist neben den kauzigen Figuren und der ausgewogenen Mischung aus Action und Fun vor allem eine verträglichere, weniger gruselige Story als im ersten Teil.





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