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Chroniken der Unterwelt - City of Bones - The Mortal...lakat
Chroniken der Unterwelt - City of Bones - The Mortal Instruments - Hauptplakat
© Constantin Film

Kritik: Chroniken der Unterwelt - City of Bones - The Mortal Instruments (2012)


"City of Bones" ist die Verfilmung des ersten Romans der "Chroniken der Unterwelt"-Romanreihe der US-amerikanischen Autorin Cassandra Clare. "City of Bones" erschien 2007 und verkaufte sich millionenfach, ebenso wie die vier Nachfolgewerke. Der sechste Band wird voraussichtlich im Frühjahr 2014 erscheinen. In ihren Büchern schildert Clare eine Welt voller Vampire, Werwölfe und sogenannter Nephilim-Wesen, einer Mischung aus Engeln und Menschen. Ähnlich wie die "Twilight"-Reihe verbindet auch "Chroniken der Unterwelt" fantastische Elemente mit den Themen "junge Liebe" und "persönliche Reifung". Auf der großen Leinwand bietet die Verfilmung des ersten Romans von Regisseur Harald Zwart ähnliche Schauwerte wie vergleichbare Fantasy-Epen dieser Art (z.B. "Die Tribute von Panem"), alles in allem hinterlässt "City of Bones" aber doch einen enttäuschenden Eindruck, da er lediglich wie ein "Best of" diverser Teenie-Fantasy-Filme der letzten Jahre daherkommt.

Zu Beginn scheint es noch, als hätten die Macher hier alles richtig gemacht. Die ersten 20 Minuten sind atmosphärisch, spannend, überzeugen durch eine düster-bedrohliche Optik und darüber hinaus durch eine charismatische Hauptdarstellerin (Phil Collins-Tochter Lily Collins). Nach und nach und mit fortlaufender Spieldauer entwickelt sich der Film aber immer mehr zu einem "Best of" altbekannter Fantasy-Hits ("Twilight", "Hunger Games") und Horror-Movies ("Red Riding Hood", "Snow White and the Huntsman" etc.) der letzten Jahre, die vor allem eine junge Zielgruppe ansprachen. Und so gibt es auch hier die obligatorisch-gutaussehenden, sympathischen Jung-Helden, die sich – welch Überraschung – unsterblich ineinander verlieben oder die unheimlichen und bösartigen Wesen, die – in Gestalt von Vampiren und Werwölfen – die Welt ins Dunkel stürzen wollen.

Mehr und mehr hat man vor allem in der zweiten Filmhälfte das ungute Gefühl, alles schon einmal gesehen zu haben – und zwar weitaus besser. "Chroniken der Unterwelt" besticht hier höchstens durch die Austauschbarkeit seiner Figuren und die klischeeüberfrachtete Story. In knapp 130 Minuten Laufzeit werden die wichtigsten Stationen des Romans fast ein wenig gelangweilt abgeklappert und der Versuch unternommen, eine mitreißende Geschichte vom Kampf "Gut gegen Böse" vor dem (mit den Inhalten des Buches bestens vertrauten) Publikum auszubreiten.

Aber es ist ja nicht alles misslungen. Wie bereits erwähnt, liefert die süße Hauptdarstellerin Lily Collins eine solide Leitung ab und auch die visuelle Umsetzung ist über jeden Zweifel erhaben. Für einen gelungenen Fantasy-Film ist dies aber natürlich viel zu wenig.

Fazit: Optisch solide umgesetztes Fantasy-Epos, das an der Austauschbarkeit seiner stereotypen Figuren und der klischeeüberfrachteten Story krankt. Nur für hartgesottene Fans der Buch-Vorlage empfehlenswert.





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