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Für immer Single?
Für immer Single?
© Universum Film

Kritik: Für immer Single? (2013)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Das Regiedebüt von Tom Gormican ist eine Buddy-Komödie über drei Freunde, die glauben, dass sich feste Beziehungen und Spaß im Leben nur schlecht miteinander vertragen. Der einzige von ihnen, der in einer Ehe lebt, ist nämlich auch derjenige, dem eine Frau gerade das Herz bricht. Mit ihrem Star Zac Efron und dem lässigen Humor der Dialoge hat die Komödie ein junges, romantisch veranlagtes Publikum im Visier. Aber der Film spult die sehr schematische Konstruktion der Geschichte lustlos wie eine Pflichtübung ab.

Man kennt diese fidelen Charaktere, wie sie Jason und Daniel darstellen, sonst eher aus Highschool- und Collegekomödien. Sie ziehen um die Häuser, um möglichst viele Frauen flachzulegen und sich damit zu brüsten. Aber wenn sie dann auch als berufstätige Erwachsene noch mit der Einstellung herumlaufen, dass Frauen ausgetrickst gehören, wirkt das nicht mehr cool, sondern zurückgeblieben. Genau das ist das Hauptproblem dieses Films: Natürlich tut er so, als müssten Jason und Daniel endlich zu verantwortungsvollen Männern heranreifen, was ohne schmerzhafte Erfahrung offenbar gar nicht geht. Aber dann gefällt er sich doch auch endlos in peinlichen Sexwitzen, in denen die beiden Männer gerade dafür bewundert werden, dass sie aus der Rolle fallen. Daniel absolviert halbnackt nach einem unterbrochenen Liebesspiel im Bad einen Spießrutenlauf vorbei an den Gästen einer Thanksgiving-Feier. Und Jason geht auf Ellies Geburtstagsfeier, die er irrtümlich für eine Kostümparty hielt, mit einem umgeschnallten Riesendildo aus dem Sexartikel-Shop.

Zac Efron wirkt in seiner Rolle ziemlich gelangweilt. Außerdem sind die männlichen Hauptdarsteller als Typen zu verschieden, um das befreundete Trio glaubhaft spielen zu können. Vielversprechend eingeführte Figuren wie Mikey, Ellie oder Chelsea müssen sich bald dem weniger ergiebigen, um Jason kreisenden Handlungsverlauf unterordnen. Die Ausstattung der Innenräume und die Auswahl der Schauplätze in New York sorgt hingegen oft für eine ansprechende Atmosphäre, zum Beispiel wenn Jason und Ellie ein schönes altes Stadthaus in einem ruhigen Viertel besichtigen.

Fazit: Die Buddy-Komödie mit Zac Efron kreist eher lustlos und voller Klischees um den Schritt vom spaßhungrigen großen Jungen zum bindungsfähigen Mann.





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