VG-Wort
Die Domain Spielfilm.de verwendet Cookies für funktionale und analytische Zwecke. Durch die Nutzung unserer Seite erklärst Du Dich damit einverstanden. Weitere Cookie-Informationen findest Du hier.

Ok, einverstanden!

oder
The Devil Inside
The Devil Inside
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Devil Inside (2011)


Am Anfang von "Devil Inside" steht ein Anruf in einer Notrufzentrale, dazu sind Bilder von einem Tatort zu sehen. In einem ganz normalen Haus in Los Angeles liegen Möbel umher, außerdem entdeckt die Polizei drei brutal ermordete Leichen. Maria Rossi (Suzan Crowley) gesteht die Tat auf dem Notrufband und wird nach einigen Verfahren in eine psychiatrische Klinik nach Italien gebracht. 20 Jahre später versucht ihre Tochter Isabella (Fernanda Andrade) herauszufinden, was in jeder Nacht im Jahre 1989 wirklich passiert ist. Sie will wissen, ob ihre Mutter geisteskrank ist – oder es eine andere Erklärung gibt: Ist ihre Mutter vielleicht von einem Dämon besessen?

Regisseur Willan Brent Bill ("Stay Alive") inszeniert den Horrorfilm "Devil Inside" als Pseudo-Dokumentation. Am Anfang steht der Kontakt zwischen Isabella und dem Filmemacher Michael Schaefer, der an ihrer Geschichte interessiert ist. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg nach Italien, dabei wirken die Bilder dank Handkamera, Kontakt mit dem Kameramann und Gesprächen über die Inszenierung tatsächlich authentisch. Dieser Wirklichkeitseindruck soll den Horror noch verstärken, allerdings lässt sich zu den Figuren nur schwer eine Verbindung aufbauen und so bleibt eine Distanz zwischen Zuschauer und Geschehen auf der Leinwand. Dazu trägt erheblich bei, dass sich die Handlung sehr vorhersehbar entwickelt und mit bekannten Bildern wie verdrehten Körpern und mit Narben übersäten Körpern arbeitet. Doch letztendlich schwankt der Film durch die Offenlegung seiner Produktionsbedingungen stets zwischen Dokumentarfilm und und Reality Soap – zumal der Kameramann auch noch eifersüchtig auf die Priester wird, die Isabella bei der Nachforschung behilflich sind.

Insgesamt hat "Devil Inside" daher wenig Neues zu bieten – wenn nicht das Ende wäre. In den USA waren die Zuschauer erzürnt, auch hierzulande werden sich manche Zuschauer betrogen fühlen, vielleicht auch entrüstet sein. "Devin Inside" endet abrupt in dem Moment, in dem die Handlung richtig Fahrt aufnimmt. Dabei werden die Geheimnisse nicht gelöst, sondern der Film schließt mit einem Knall – und dem Verweis auf die Internetseite therossifiles.com. Dort können die Zuschauer die fortgesetzten Untersuchungen zu dem Fall Maria Rossi weiter verfolgen. Sicherlich hat dieses Ende den Beigeschmack von Crossmarketing oder einer angekündigten Fortsetzung. Aber dieses Ende ist die innovativste Idee des gesamten Films.

Fazit: "Devil Inside" ist eine Mischung aus "Blair Witch Project" und "Der Exorzist", allerdings entsteht zu keinem Zeitpunkt ein vergleichbarer Horror.





Spielfilm.de-Mitglied werden oder einloggen.