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Fischen Impossible - Eine tierische Rettungsaktion
Fischen Impossible - Eine tierische Rettungsaktion
© Splendid Film

Kritik: Fischen Impossible - Eine tierische Rettungsaktion (2011)


Der schlaue Bambushai Pup und der große Weißspitzhai Julius sind beste Freunde. Gemeinsam tollen sie durch das Meer, dabei gibt Julius gerne vor, er sei ein gefährlicher fischfressender Hai. Aber er hat ein zu großes Herz und ernährt sich lieber von Autoreifen, anstatt seine Mitschwimmer zu essen. Eines Tages entdecken Pup und Julius bei ihren Streifzügen die Eier eines Haipaares. Sie sehen hinreißend schön aus und vor allem Pup ist begeistert. Doch plötzlich tauchen zwei Menschenkinder auf, die die Eier einsammeln. Diese Erfahrung betrübt Pup zutiefst, so dass er kaum aufzuheitern ist. Dann erzählt ihm der Fisch Spin, dass es einen Weg gibt, die Eier zu retten! Ohne Angst macht sich Pup auf den gefährlichen Weg – und gerät in ein turbulentes Abenteuer.

Obwohl die Handlung von "Fischen impossible" an Filme wie "Findet Nemo" denken lässt, ist dieser Zeichentrickfilm aus Malaysia anders. Schon am Beginn wird deutlich, dass er nicht den typischen narrativen Strukturen von Disney, Pixar und anderen Studios folgt. Zu Anfang werden verschiedene Geschichten angerissen, aber nicht weiter erzählt: neben Pups Rettungsaktion versuchen die anderen Fische noch, Julius loszuwerden, und die Kreaturen der Dunkelheit, die sich nur in verschmutzten Gewässern aufhalten können, planen einen Angriff auf die idyllische Meereswelt. Erst allmählich stellt sich heraus, wie alle Geschichten zusammenhängen. Diese Erzählweise ist ungewohnt und erschwert den Einstieg in die Handlung. Außerdem ist "Fischen Impossible" trotz der niedlichen Zeichnungen sehr realistisch. Es wird nicht verheimlicht, dass der Hai Julius trotz seiner Güte eine potentielle Gefahr für die anderen Fische darstellt. Schließlich – so bringt es der Erfinder-Tintenfisch Octo auf den Punkt – könne niemand wissen, wann Julius keine Lust mehr auf Autoreifen habe und sich nach einer anderen Ernährung umsehe. Auch die Umweltverschmutzung wird nicht nur im Bild deutlich gemacht, sondern ihre Bedrohung wird noch verstärkt, indem sie den bösen Kreaturen ihre Existenz erst ermöglicht.

Am Ende kehrt "Fischen Impossible" aber zu bekannten Erzählweisen und Aussagen zurück. Bei der herrlich-überdrehten Befreiungsaktion müssen die Freunde zusammenhalten, um den Schurken zu besiegen. Dabei erfüllt dieser letzte Teil das turbulente Spaß-Versprechen, das der Trailer zu "Fischem Impossible" gegeben hat – und wird insbesondere Kindern viel Vergnügen bereiten. Fazit: Der malaysische Zeichentrickfilm „Fischen Impossible“ beweist, dass es eine Alternative zu der üblichen Animationsfilmkost gibt.





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