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Cirque du Soleil: Traumwelten
Cirque du Soleil: Traumwelten
© 2012 Cirque du Soleil Burlesco LLC. All Rights Reserved. / Photo: Mark Fellman

Kritik: Cirque du Soleil: Traumwelten (2012)


Nun öffnet sich also auch im Kino der Vorhang für das atemberaubende Spektakel des Cirque du Soleil. Der Anfang der achtziger Jahre gegründete kanadische Zirkus ist mittlerweile der wohl bekannteste Zirkus weltweit. Er wird dem "Cirque Nouveau" (Neuer Zirkus) zugerechnet, das heißt, es wird gänzlich auf Tierdressur verzichtet und das Hauptaugenmerk liegt auf Artistik, Theaterkunst und Livemusik.

In ihrem Film entführen Andrew Adams (Regie) und James Cameron (ausführender Produzent) die Zuschauer nun in diese Welt der Akrobatik und Visionen. Die eher nebensächliche Story bietet hierbei lediglich den roten Faden die verschiedenen Shows des Cirque du Soleil zu genießen. So wird man durch sieben Welten des "Cirque" geführt. Der Zuschauer wohnt einer Mischung aus Aqua-Performance, Trampolin- und Hochakrobatik, Tanz-Artistik und außerirdisch erscheinender Dynamik und Körperbeherrschung bei. Bestechende Nahaufnahmen und der gezielte Einsatz von Zeitlupeneinstellungen geben einzigartige Einblicke in die Perfektion der Darbietungen und das Gefühl mittendrin im Geschehen zu sein. Die gelungene 3D-Umsetzung ergänzt das visuelle Erlebnis und wird auch Kritiker dieser Technik überzeugen.

Die großartige Auswahl der Musik ist ein tragendes Element, da der Film nahezu ohne gesprochene Dialoge auskommt. Angepasst an die Darbietungen wird ein vielseitiges Spektrum geboten, von Klassik über Pop bis Rock 'n Roll. Das Ergebnis ist ein audiovisuelles Erlebnis, in dem alle Genres perfekt aufeinander abgestimmt sind. Mit Elementen aus Walt Disneys "Fantasia", Lewis Carrolls "Alice im Wunderland" und Peter Tschaikowskys "Schwanensee" gelingt es Andrew Adams das Geschehen in ein märchenhaft fantastisches Licht zu rücken, das dem Zusatz "Traumwelten" mehr als gerecht wird.

Die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten Erica Linz und Igor Zaripov ist allerdings verschieden zu bewerten. Zwar sind beide keine Schauspieler sondern Mitglieder des Cirque du Soleil, aber Erica Linz beeindruckt durch schauspielerisches Talent und hat beinah etwas von Amélie Poulain aus dem gleichnamigen Film, während Igor Zaripov nicht wirklich in seiner Rolle überzeugt. Da aber das Hauptaugenmerk des gesamten Films auf den artistischen Darbietungen liegt, kann man das getrost vernachlässigen.

"Cirque du Soleil: Traumwelten"ersetzt zwar auf keinem Fall den Besuch einer Live-Show. Jedoch ist der Film eine perfekte Ergänzung, eröffnet neue Perspektiven und macht auf jeden Fall neugierig, sich eine Vorstellung des Cirque du Soleils anzuschauen.

Fazit: "Cirque du Soleil: Traumwelten" entführt in eine Welt, in der die Naturgesetze außer Kraft gesetzt scheinen. Die gekonnte audiovisuelle Umsetzung der artistischen Darbietungen ist ein Erlebnis für die ganze Familie.





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