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Bait 3D
Bait 3D
© Darclight Films International

Kritik: Bait 3D - Haie im Supermarkt (2012)


"Und der Haifisch, der hat Zähne und die trägt er im Gesicht…." Diese alte Weisheit Bertold Brechts hat spätestens 1975 mit Steven Spielbergs "Der Weiße Hai" Einzug in die Kinos gehalten. Nach Jahren unzähliger Fortsetzungen und Adaptionen dachte man, es wäre Ruhe eingekehrt an der Oberfläche der Ozeane. Doch der australische Regisseur Kimble Rendall belehrt uns eines Besseren und lässt gleich zwei Exemplare dieser sehr seltenen Gattung Jagd auf Menschen machen und das auch noch in einem Supermarkt. Dieser wurde von einem Tsunami überflutet und eine Gruppe Überlebender konnte sich auf die Regale retten.

In bester Manier der klassischen B-Movies der siebziger und achtziger Jahre ist dann auch die Rollenverteilung im Film. Josh (Xavier Samuel) und seine Exfreundin Tina (Sharni Vinson) treffen sich wieder. Grund der Trennung war der Tod von Tinas Bruder (Richard Brancatisano), durch – Achtung, nicht lachen – eine Haiattacke, für die sich Josh verantwortlich fühlt. Tina ist zwar mit ihrem neuen Freund (Qi Yuwu) anwesend, aber Dank der schuppigen Killermaschinen steht dem alten/neuen Glück bald nichts mehr im Wege. Der pedantische Supermarktmanager (Adrian Pang), ein guter (Julian McMahon) und ein böser (Dan Wyllie) Gangster, ein rauer Cop und dessen leicht anarchistische Tochter (Phoebe Tonkin) mit ihrem Freund (Alex Russell) bilden das restliche Ensemble der bunten Truppe, abgerundet mit einem tumben Pärchen (Cariba Heine und Lincoln Lewis) ganz in College-Manier. Genug Futter also für die weißen Bestien, die nichts Besseres zu tun haben, als sämtliche im Wasser schwimmenden menschliche Kadaver zu ignorieren und Jagd auf die noch lebenden Leckerbissen zu machen.

Dass ein Weißer Hai zu groß ist, um graziös durch die Gänge des Marktes zu schwimmen, mussten dann auch die Filmemacher einsehen und so ist die Größe nur die eines Tigerhais. Auch sonst brilliert der Streifen nicht wirklich durch beeindruckende Szenen und die spärlichen dreidimensionalen Effekte werden nur noch durch die eindimensionalen Protagonisten unterboten. Nach 92 Minuten drittklassigem Trash erscheint wenigstens im Abspann ein Lichtblick, wenn man eine gutgemachte, rockige Version von "The Ballad of Mack the Knife" hört.

Fazit: Diesen Film hätte man eher in einer Videothek in der Ecke "Trashige B-Movies der 70er und 80er Jahre" erwartet. Mit einer nicht nennenswert spannenden Handlung und ohne zeitgemäße 3D- und Spezialeffekt ist er dann wohl auch bald da zu finden.




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