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Am Himmel der Tag
Am Himmel der Tag
© Kinostar

Kritik: Am Himmel der Tag (2012)


"Am Himmel der Tag" erzählt von einer Generation, der alles offen steht und die gerade deshalb orientierungslos scheint. Pola Beck (Regie) und Burkhardt Wunderlich (Drehbuch) zeichnen in ihrem Film das Bild einer jungen Frau, die die Schwelle zum vollständigen Erwachsenwerden zu überschreiten sucht und einen Sinn in ihrem Leben zu finden hofft. Sie steht damit stellvertretend für viele in diesem Alter. Eine Generation, die sich teilweise bis Ende Dreißig als Heranwachsende versteht, dem Druck der Leistungsgesellschaft ausgesetzt ist, das Streben nach Karriere und den Wunsch nach familiärer Geborgenheit zu verbinden sucht. Es ist ein Film über Träume und Realitäten, über das Sich-Finden, wenn man verloren scheint.

Pola Beck versteht es in ihrem Spielfilmdebüt trotz der Tragik der Handlung eine gewisse Leichtigkeit einfließen zu lassen. "Am Himmel der Tag" beginnt schnell und humorvoll. Mit fortschreitender Dramatik verlangsamt sich jedoch das Tempo und gibt dem Film die nötige Ruhe.
Mit Aylin Tezel, bekannt aus "Almanya – Willkommen in Deutschland", ist die Rolle der Lara brillant besetzt. Sie spielt glaubwürdig und überzeugt in ihrer Wandlung vom unbeschwerten Twen zur Erwachsenen. Die Rolle der Nora scheint dagegen etwas überzeichnet. Hier wäre etwas weniger girliehafte Affektiertheit mehr gewesen.
Insgesamt ist hier jedoch ein mitfühlender, zeitgemäßer Film gelungen, der mit frischen jungen Schauspielern aufwartet, von denen man einigen in Zukunft hoffentlich noch oft auf der Leinwand begegnen darf.

Fazit: "Am Himmel der Tag" ist ein gelungener, mitfühlender Coming-of-Age Film, der nicht nur Jugendliche anspricht, sondern auch die die Ü30 Generation.




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