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Die Genialität des Augenblicks - Der Fotograf Günter...ssler
Die Genialität des Augenblicks - Der Fotograf Günter Rössler
© Salzgeber & Co

Kritik: Die Genialität des Augenblicks - Der Fotograf Günter Rössler (2012)


Der Regisseur Fred R. Willitzkat nahm den letztjährigen 85. Geburtstag Rösslers zum Anlass, um über ihn das unterhaltsame, künstlerisch angehauchte Porträt "Die Genialität des Augenblicks" zu drehen. Mit diesem Porträt startet ein Film in den Kinos, der dem Menschen Günter Rössler sowie seinem künstlerischen Schaffen huldigt.

Das außergewöhnliche an Willitzkats' Porträt ist, dass hier sehr oft der Porträtierte selbst zu Wort kommt und seine persönlichen Sichtweisen und Erinnerungen preisgeben darf. Auf unterhaltsame, sympathische Weise berichtet Rössler davon, wie er in jungen Jahren von seinem Vater die erste Kamera geschenkt bekam, wie er als Junge gemeinsam mit seinen Freunden alles und jeden knipste und wie glücklich er war, als er 1946 seine Ausbildung als Fotograf anfangen konnte. Schnell wird durch die Schilderungen und Gespräche mit Rössler deutlich, dass schon sehr früh die Weichen für seine Fotografen-Laufbahn gestellt wurden. Besonders unterhaltsam wird es, wenn Rössler einige (vor allem ältere) Bilder seiner über 60-jährigen Karriere mit Witz und Leidenschaft kommentiert und seine persönlichen Erinnerungen, die er mit dem Bild verbindet, zum Ausdruck bringt. Neben den Gesprächen mit Rössler selbst, vermitteln zahlreiche Interviews mit ehemaligen Models, langjährigen Weggefährten und Familienmitgliedern ein umfassendes Bild von dem Künstler Rössler.

Detailliert und ausführlich berichten die ehemaligen Models – heute fast alle im Rentenalter – von der akribischen, leidenschaftlichen Arbeitsweise Rösslers. Während diese Berichte und Erzählungen gemeinsam mit den vielen Bildern, die im Film kunstvoll z.B. in Nahaufnahme oder mit Blenden präsentiert werden (vor allem Akt- und Modefotos), einen Blick zurück in die Vergangenheit werfen, zeigt der Film aber auch einen 86-jährigen, bescheidenen, zufriedenen alten Mann bei der Arbeit. Die Kamera ist dabei, wenn Rössler in seinem Atelier Fotos von einer jungen Frau macht, die sich – wie die Models früher – ganz dem Fotografen und seiner Kamera hingibt. Rössler schafft schnell Vertrauen und ihm gelingt es spielend, den gewünschten Ausdruck und Blick der Frau vor die Linse zu bekommen. Damals wie heute ist Rössler beim Fotografieren und bei der Interaktion mit seinen Models voll in seinem Element, das macht der Film in jedem Fall deutlich.

Fazit: "Die Genialität des Augenblicks" ist ein unterhaltsames, sympathisches Porträt des Künstlers Günter Rössler, der mit seinen Bildern die Aktfotografie in der DDR maßgeblich prägte.





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