oder

Zonenmädchen (2013)

Zonenfrauen

Deutsche Doku über fünf Frauen, die 18 Jahre für den Sozialismus erzogen, aus dem Dresdner "Tal der Ahnungslosen" ins ehemalige "Feindesland" aufbrachen.Kritiker-Film-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5
User-Film-Bewertung [?]: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2.0 / 5

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Zonenmädchen erzählt die persönliche Geschichte der Regisseurin Sabine Michel und ihrer Freundinnen. Aufgewachsen in der DDR werden die jungen Frauen mit dem Fall der Mauer in ein neues Leben geschickt. Adé Sozialismus? Jede von ihnen muss ihren Weg (neu) finden und eine Zukunft planen. Wie macht man das als junges Mädchen? Wie erleben sie die neue "Freiheit"? Und wo stehen die Frauen heute? Claudi, Vera, Claudia, Veruscha und Sabine – fünf Freundinnen. Unzertrennbar wachsen sie im Dresdner "Tal der Ahnungslosen" ohne Westfernsehen auf. 1990 machen sie dort als letzte Klassenstufe der DDR ihr Abitur. Zeitgleich verschwinden mit der Wende für sie über Nacht Kindheit und Vertrautes. Erzogen für eine Zukunft, die nicht eintritt, stehen sie plötzlich im ehemaligen Feindesland. Heute sind über zwanzig Jahre vergangen. Die Frauen leben in Berlin, Dresden und Paris. Sie sind Karrierefrau, Studiumsabbrecherin, Mutter, Ehefrau, Alleinerziehende, Kinderlose, Frauen und Männerliebende. Gemeinsam fahren sie im Zug nach Paris - auf den Spuren der Vergangenheit und alten Träumen. Was ist daraus geworden? Wie hat jede von ihnen ihr Leben in die Hand genommen? Wie viel "Zone" steckt noch in ihnen?

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Zonenmädchen - Die fünf Freundinnen in DresdenZonenmädchen - Alle sitzendZonenmädchen - Tuillerien GruppeZonenmädchen - Tuillerien Gruppe lachendZonenmädchen - Blick auf DresdenZonenmädchen - Claudia im Park


Filmkritikunterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse3 / 5

Bei den Gesprächen und dem Schwelgen in Erinnerungen ist die Kamera von Sabine Michel, die die Idee zu diesem ungewöhnlichen Film hatte, stets präsent. Gemeinsam mit den Frauen blickt der Zuschauer zurück in eine lange vergangene Zeit, als Deutschland noch ein geteiltes Land war. "Zonenmädchen" geht zurück bis in die späten Achtziger und lässt anhand von zahlreichen Fotos und Original-Aufnahmen den Kindheits- und Jugend-Alltag im sozialistischen Regime aufleben. Für einen Großteil der Menschen in der DDR bedeutete der Fall der Mauer Freiheit und den Beginn eines neuen, besseren Lebens. Nicht aber für die frisch gebackenen Abiturientinnen aus "Zonenmädchen", die nicht mit einem so raschen Ende der DDR rechneten und durch die Öffnung der Grenzen schlichtweg überfordert waren. Dies macht der Film plausibel und nachhaltig deutlich.

Auch vereinigt die Filmemacherin die wesentlichen Stilmittel und Elemente des Dokumentarfilms zu einem schlüssigen Gesamtkonzept. Originalen, seltenen Videoaufnahmen und Fotos stellt sie Szenen aus der Gegenwart gegenüber, die u.a. zeigen, wie Michel Schauplätze und Orte von "damals" besucht. Dazwischen sieht man immer wieder die Freundinnen, wie sie sich - extrem erheitert oder aber zutiefst melancholisch - an die gemeinsam Jugend als "Zonenmädchen" erinnern. Dabei wird im Verlauf des Films jedoch zunehmend unklarer, was genau das Ziel des Films sein bzw. was er erzählen soll. Geht es vordergründig um die gemeinsamen Jugenderinnerungen fünf erwachsen gewordener Frauen? Stellt der Film das Thema "universelle Lebensträume" ins Zentrum? Oder will er doch eher aufzeigen, was Freundschaft im Leben bedeutet und wie sich diese im Laufe der Jahre verändern kann? Dies wird leider nicht so ganz deutlich, was aber die einzige Schwäche einer ansonsten formal wie inhaltlich spannenden Doku darstellt.

Fazit: Liebevoll umgesetzte Doku über ein spannendes, historisch bedeutendes Thema, deren Gesamtaussage allerdings nie so recht deutlich wird.




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Land: Deutschland
Jahr: 2013
Genre: Dokumentation
Länge: 75 Minuten
FSK: 0
Kinostart: 14.11.2013
Regie: Sabine Michel
Darsteller: Winnie Böwe
Verleih: mindjazz pictures

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