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Kritik: Urlaubsreif (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Wenn eine Komödie in einem Ferienresort spielt, sorgt normalerweise schon der Schauplatz allein für Spaß und Spannung. Das ist auch in dieser von Regisseur Frank Coraci inszenierten Geschichte nicht anders. Im luxuriösen Urlaubsdomizil liest man Eltern die Wünsche praktisch von den Augen ab: harmonische Tage mit Kindern, die nicht über Langeweile klagen, und ein bisschen Romantik zu zweit. Jim und Lauren werden von den lieben Kleinen ganz schön auf Trab gehalten und entdecken dabei, dass sie etwas sehr Wichtiges verbindet: Die Kinder stehen in ihrem Leben an erster Stelle. So gerät der Film streckenweise zu einem netten, aber braven Loblied auf die Elternschaft allgemein und die Leistung Alleinerziehender im Besonderen.

Im Resort kommt schnell Urlaubsstimmung auf. Die Einrichtung der Zimmer, das Restaurant und die Außenanlagen sind eine Augenweide, die mit üppigen Genüssen lockt. Und das Programm erst! Es bietet eine unglaubliche, nicht selten lustvoll übertriebene Mischung aus Wildlife, Sport und Spiel. Klotzen statt Kleckern ist auch die Devise der singenden Tanzgruppe, die in Form eines Running Gags in den unpassendsten Momenten zur Stelle ist, um die Stimmung anzuheizen. Die fünf Kinder erleben in diesem Freizeitambiente jeweils ihre eigenen Abenteuer, mit denen sie für Abwechslung bei den eigenen Eltern und beim Publikum sorgen. Mit den fremden Kindern wachsen Jim und Lauren auch neue Aufgaben zu: Zum Beispiel hilft Lauren der zum ersten Mal verliebten Hilary, nicht mehr mit einem Jungen verwechselt zu werden.

Allerdings setzt die Komödie ihre attraktiven Ansätze nicht optimal in Situationskomik und Dialogwitz um. Das Timing stimmt oft nicht und der Film ist zu lang. Der biedere Kurs, den die Geschichte fährt, steht in merkwürdigem Kontrast zu einzelnen grellen verbalen Scherzen über Sex und Anatomie. Adam Sandler spielt nicht besonders lebhaft und Drew Barrymore bleibt zu sehr auf die Darstellung der guten Mutter fixiert. So hinterlässt der Film insgesamt einen durchwachsenen Eindruck.

Fazit: Zwei Singles fahren mit ihren Kindern in den dringend benötigten Familienurlaub: Im reizvollen afrikanischen Luxusresort kommt vor lauter Programm kaum Langeweile auf, aber der Komödie fehlt es trotzdem an spritzigem Witz und Schwung.





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