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Let's Be Cops
Let's Be Cops
© 20th Century Fox

Kritik: Let's be Cops - Die Party Bullen (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 3 / 5

Die Idee zu dieser fidelen Buddy-Komödie bekam Regisseur Luke Greenfield, als er einmal an Halloween als Polizist verkleidet auf den Straßen von Los Angeles spazieren ging. Er registrierte verblüfft, wie viel Autorität ihm die Uniform bei den Passanten verschaffte, die ihn für einen echten Ordnungshüter hielten. Für die beiden Freunde Ryan und Justin, die in ihrem Bekanntenkreis als Verlierer gelten, wird die Verkleidung als Cops zum richtigen Aha-Erlebnis. Bevor sie recht wissen, was sie eigentlich tun, sind sie schon mittendrin im größten Abenteuer ihres Lebens. Danach wird nichts mehr so sein wie früher – eine Vorstellung, die den zurückhaltenden Justin frösteln lässt. Er hat längst gegoogelt, wie hoch die Strafe ist, die auf Amtsanmaßung und das Fahren eines Streifenwagens steht.
Die Geschichte malt zunächst genüsslich aus, wie die falsche Identität die beiden Loser beflügelt. Frauen, Respekt, konfiszierte Joints – alles, was sie so lang schon vermissten, können sie jetzt haben. Ryan und Justin kommen aus dem Jubeln über ihre Uniform-Scherze gar nicht mehr heraus, so viel Spaß macht es zum Beispiel, die bulligen Gangstertypen, die kürzlich ihren Wagen gerammt hatten, mitten auf der Straße einer Alkoholprüfung zu unterziehen. Nach dieser Einführung geht es in doppelter Weise um das Aneinanderreiben von Kontrasten: Zum einen geraten die Spaß-Polizisten an echte Gangster und bekommen dabei mehr Aufregung serviert, als sie sich wünschten. Zum anderen sind sich der draufgängerische Ryan, der als Cop die Rolle seines Lebens findet, und der ängstliche Justin pausenlos uneinig. Das führt dann zu peinlichen Kabbeleien vor den Augen irritierter Außenstehender.
Damon Wayans, Jr. und Jake Johnson bilden ein lustiges Buddy-Paar. Zeitweise erhalten sie komödiantische Unterstützung von dem schrillen Dominikaner Pupa (Keegan-Michael Key), an dem sie an der heimischen Küchenspüle die Foltermethode des Waterboarding ausprobieren. Andy Garcia, der in jüngeren Jahren in vielbeachteten Polizeifilmen spielte, kehrt hier zurück in die Rolle eines Police Detectives. Die Qualität der Witze ist durchwachsen: Albernheiten und gelungene Scherze wechseln sich in flottem Wechsel ab. Aber es gelingt der guten Laune der Hauptdarsteller und dem unbeschwerten Ton der Geschichte immer wieder, ansteckend zu wirken. Ein durchaus lustiger Film, wenn man sich nicht davor fürchtet, dass es auch etwas kindisch zugeht.

Fazit: Die Buddy-Komödie über zwei Verlierer, die sich als Polizisten verkleiden, unterhält in flottem Wechsel mit Albernheiten und gelungeneren Scherzen. Die gute Laune der Hauptdarsteller und die unbeschwerte Atmosphäre der Inszenierung wirken ansteckend.




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