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Hot Tub Time Machine 2
Hot Tub Time Machine 2
© Paramount Pictures Germany

Kritik: Hot Tub Time Machine 2 (2014)

Kritiker-Bewertung: unterirdischschlechtmittelmässiggutweltklasse 2 / 5

Die durchgeknallte Komödie "Hot Tub – Der Whirlpool… ist 'ne verdammte Zeitmaschine" katapultierte 2010 eine fidele Männergruppe zurück in die schrägen 1980er Jahre. Das Ergebnis war Geschmackssache, nämlich in erster Linie etwas für Freunde des derben Humors. Zoten und grelle, abwegige Einfälle schmücken die Fortsetzung, mit der Regisseur Steve Pink zur Abwechslung einen Blick ins Jahr 2025 wirft. Anstatt sich lange mit den logischen Problemen des Plots aufzuhalten, in dem es um die vorbeugende, also nur in der Vergangenheit mögliche Suche nach einem Attentäter geht, packt die Geschichte den Stier bei den Hörnern und zwingt dem Verstand des Zuschauers mit Lust einen wilden Bullenritt auf.

Rob Corddry spielt Lou als abstoßenden Egomanen, der sich weniger für seinen Konzern, als für Sex und benebelte Selbstinszenierung interessiert. In seiner Villa prangt ein Gemälde, das ihn beim Geschlechtsverkehr mit einem Tiger zeigt. Aber in zehn Jahren ist die Welt noch versauter: Die beliebteste TV-Show nutzt die Möglichkeit der virtuellen Realität, um ihre Kandidaten zu Analsex vor Publikum zu zwingen. Ganz lustig ist der Einfall, in der Geschichte ein Auto der Zukunft mitspielen zu lassen, das sich selbst steuert und es gelegentlich auf Fußgänger abgesehen hat.

Die Zeitreise und der Alkohol- und Drogenrausch auf einer Party werden mit psychedelischen Farbspielen und schnellen Schnitten im Rhythmus der Musik choreografiert. Überwiegend aber ist der Film im Stil einer Sitcom gedreht: Die Protagonisten bewegen sich auf den Schauplätzen wie auf einer Besuchstour und demonstrieren in geschwätzigen Dialogen ironische Distanz im Wechsel mit Ratlosigkeit. Das wirkt trotz der deftigen Zoten immer auch hölzern. Der Spaßfaktor setzt sich also zu einem wesentlichen Teil aus durchaus kalkulierten Zumutungen zusammen, die den Eindruck des Billigen nicht scheuen. Wer es auch noch schafft, Jacobs Logik über den Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Zukunft zu folgen, den kann auch im multiplen Universum der Beliebigkeit so leicht nichts mehr erschüttern.

Fazit: Mit dem Whirlpool geht es ein zweites Mal auf Zeitreise, diesmal in die Zukunft: Fahrerlose Autos, unmoralische Fernsehshows und jede Menge Zoten sorgen in dieser Komödie im Sitcom-Stil für zweifelhaftes Vergnügen.




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