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Metallica - Through the Never - Hauptplakat
Metallica - Through the Never - Hauptplakat
© Ascot

Kritik: Metallica - Through the Never (2013)


Schroffe E-Gitarrenklänge, rhythmische Drums und die unverkennbare Stimme von Sänger James Hetfield – mit diesem Film der etwas anderen Art zeigt Metallica, dass sie immer für Neues offen sind. Nun ja, von einem Film zu sprechen, könnte allerdings etwas irreführend sein. Es ist vielmehr eine monströse Bühnenshow mit 3D-Technik festgehalten. .

Die Handlung ist dann auch schnell erzählt: Der Roadie Trip (Dane DeHaan) muss für die Band eine dubiose Sendung irgendwohin bringen. Wohin und was bleibt dabei völlig unklar. Während die Band ihr Konzert gibt, gerät er in brutale Straßenschlachten zwischen Polizei und anarchisch anwirkenden Banden. In kurzen Sequenzen durchläuft er diese Szenarien und wird schließlich von einem apokalyptischen Reiter verfolgt. Letztlich haben die Vorgänge in der Stadt auch Auswirkungen auf die Bühnenshow..

Von einer direkten Handlung ist also nicht wirklich zu sprechen, wirken die filmischen Einstellungen doch eher wie ein Musikvideo. Das Hauptaugenmerk liegt natürlich auf der Bühnenshow und den Protagonisten von Metallica. Gab es sonst in der Musikgeschichte den Vorgang, dass Konzerte mitgeschnitten wurden und anschließend die besten Gigs zu einem Tour-Video zusammengeschnitten wurden, geht Metallica unter Mitwirkung des Filmemachers Nimród Antal ("Predators", "Kontroll") den umgekehrten Weg. Eine einzigartige, monströse Bühne wurde nur für dieses Spektakel entworfen und die Show wurde mit 24 gleichzeitig eingesetzten Kameras eingefangen. Durch die realistische 3D-Erfahrung steht das Publikum quasi auf der Bühne. Erstmals wurde diese Technik mit dem IMAX-Format kombiniert und beeindruckt durch ein sattes Bilderlebnis. .

Spektakuläre Pyrotechnik und ein perfekter Klang sind natürlich selbstredend. Gespielt wird eine Mischung aus populären Songs, Favoriten der Fans und eher Insidern bekannte Titeln. Aber auch bei der Bühnenshow greifen die kalifornischen Heavy-Mataler auf Sets vergangener Tage zurück. Und so gibt es ein Wiedersehen mit der zusammenbrechenden Bühne von der 1996-98er Reload-Tour, der Justizia aus der Justice for All-Tour und die Särge vom letzten Studioalbum Death Magnetic. Alles natürlich mittlerweile größer und perfekter. Abgerundet wird das Ganze durch gigantische Flammenbälle und einen LED-Boden, der sich mit Blut tränkt, wie ein Teppich. Alles in Allem ist dieser Konzertfilm ein audiovisuelles Erlebnis der Extraklasse, vorausgesetzt natürlich, man mag die harte Musik Metallicas. Dass die Kinos bei der Vorführung die Lautstärke eher etwas aufdrehen, davon ist wohl auszugehen.

Fazit: Eine nur für diesen 3D-Film konzipierte Bühnenshow setzt neue Maßstäbe. Ein Superlativ in jeder Hinsicht. Für alle Metallica-Fans ein MUSS!!!





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